Inhalt
| Geboren | 16. Juni 1936, La Plata, Argentinien |
|---|---|
| Gestorben | 25. Mai 2020, José C. Paz, Provinz Buenos Aires, Argentinien |
| Beruf | Zahnarzt |
| Ehepartner | Gladys McDonald |
| Lebensgefährtin | Berta André |
| Kinder | Cecilia Barreda, Adriana Barreda |
| Anklage | Drei Fälle von schwerem Mord und ein Fall von einfach vorsätzlichem Tötungsdelikt |
| Strafmaß | Lebenslange Freiheitsstrafe |
Ricardo Alberto Barreda (16. Juni 1936 – 25. Mai oder 24. November 2020) war ein argentinischer Zahnarzt, der am 15. November 1992 in seinem Haus in La Plata seine Frau Gladys McDonald, seine beiden Töchter Cecilia und Adriana sowie seine Schwiegermutter Elena Arreche tötete.[1][2][3] 1995 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, wurden ihm später Hausarrest und Bewährung gewährt, bevor seine Strafe 2016 rechtlich auslief.[4][5][6] Sein Fall gehört zu den bekanntesten Familienmorden in Argentinien.[7]
Frühes Leben und Familie
Ricardo Alberto Barreda wurde am 16. Juni 1936 in La Plata in der Provinz Buenos Aires geboren.[1][8][9] Er arbeitete in der Stadt als Zahnarzt und betrieb eine Zahnklinik direkt in seinem Familienwohnsitz.[8] Barreda heiratete Gladys McDonald, die 1935 geboren wurde.[3][7] Das Paar hatte zwei Töchter, Cecilia und Adriana; Cecilia arbeitete als Zahnärztin, während Adriana eine juristische Laufbahn als Anwältin verfolgte.[3][7] McDonalds Mutter, Elena Arreche, lebte ebenfalls bei der Familie.[3][7]
Morde von 1992
Tat und Beseitigung von Beweismitteln
Am Morgen des Sonntags, den 15. November 1992, erschoss Barreda vier weibliche Mitglieder seiner Familie in ihrem Wohnsitz an der Calle 48 zwischen der 11. und 12. Straße in der Innenstadt von La Plata.[3][7] Die genaue Adresse des Wohnsitzes lautet Calle 48 Nr. 809.[4] Bei den Opfern handelte es sich um seine 57-jährige Frau Gladys McDonald, seine 24-jährige Tochter Adriana Barreda, seine 86-jährige Schwiegermutter Elena Arreche und seine 26-jährige Tochter Cecilia Barreda.[2][3] Barreda führte die Schüsse mit einer Víctor-Sarasqueta-Schrotflinte aus, traf jedes Opfer mehrfach und fügte ihnen tödliche Verletzungen zu.[3][4][7]
Unmittelbar nach den Schüssen sammelte Barreda die abgeschossenen Schrotpatronen ein und verstaute sie im Kofferraum seines Autos.[6] Mit der Absicht, die Tat als offensichtlichen Einbruch und Raubmord darzustellen, brachte er absichtlich Unordnung in die Möbel des Hauses und verstreute Papiere auf dem Gelände.[6][10] Gegen Mittag fuhr Barreda mit dem Auto weg, um das belastende Material zu beseitigen.[6] Er warf die abgefeuerten Patronen in einen Straßeneinlauf und entsorgte die Víctor-Sarasqueta-Schrotflinte, indem er sie in einen Kanal in der Nähe von Punta Lara in Ensenada, wenige Kilometer außerhalb von La Plata, warf.[6][10] Danach gab Barreda an, sich ruhig gefühlt zu haben; er besuchte daraufhin einen zoologischen Garten, ging auf einen Friedhof und verbrachte später Zeit in einer temporären Hotelunterkunft mit seiner Geliebten Hilda Bono.[6]
Inszenierung des Einbruchs und Geständnis
Barreda kehrte gegen Mitternacht in das Haus in der Calle 48 zurück und verständigte einen Rettungsdienst.[6] Beim Eintreffen der Polizei gab er sich äußerlich ruhig und erklärte, die weiblichen Bewohnerinnen des Hauses seien während seiner Abwesenheit ermordet worden, wobei er behauptete, Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden zu sein.[6][7] Er versuchte, die vorläufigen Ermittlungen der Polizei auf die Hypothese eines bewaffneten Einbruchs durch Diebe zu lenken.[10] Die Ermittler bemerkten jedoch Ungereimtheiten in seinen Aussagen und sammelten physische Beweise am Tatort, die seiner Darstellung widersprachen, was die Behörden dazu veranlasste, ihn zu verdächtigen.[7]
Nach seiner Überführung auf das örtliche Polizeirevier händigte Polizeikommissar Ángel Petti Barreda ein Exemplar des argentinischen Strafgesetzbuches aus, das auf Artikel 34 aufgeschlagen war.[6] Diese gesetzliche Bestimmung regelt das Rechtskonzept der Schuldunfähigkeit (inimputabilidad), die auf Personen Anwendung findet, die aufgrund von Geisteskrankheit oder anderen beeinträchtigenden Faktoren nicht in der Lage sind, die Illegalität ihrer Handlungen zu begreifen.[6] Offenbar durch die Implikationen des Gesetzes beruhigt, gestand Barreda dem Kommissar kurz darauf und räumte ein, die Tötungen selbst begangen zu haben.[6][7]
Dargelegte Motive
Während der strafrechtlichen Ermittlungen und seines Prozesses beteuerte Barreda, er sei über viele Jahre hinweg von den weiblichen Mitgliedern seiner Familie ständigen Demütigungen und Verachtungen ausgesetzt gewesen.[11] Er brachte diese Behauptungen als Erklärung für seine psychologische Motivation vor und beschrieb sein häusliches Leben und seine Familienbeziehungen als anhaltende Quelle persönlicher Erniedrigung, Verachtung und emotionalen Drucks.[11] Zwar brachte Barreda diese Verteidigung während der Gerichtsverhandlungen wiederholt vor, doch das zuständige Gericht kam letztlich zu dem Schluss, dass er rechtlich und strafrechtlich für die Morde verantwortlich blieb, und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.[7]
Ermittlung und Prozess
Gutachten zum psychischen Zustand und Urteil
Barredas psychische Verfassung und sein psychologischer Zustand zum Zeitpunkt der Tötungen bildeten ein Hauptthema während des Gerichtsverfahrens, wobei die Verteidigung geltend machte, dass sein geistiger Zustand seine strafrechtliche Verantwortlichkeit gemindert oder ausgeschlossen habe.[7] Barreda sagte am 7. und 14. August 1995 vor den Richtern der Ersten Strafkammer des Gerichts von La Plata – bestehend aus den Richter Carlos Hortel, Pedro Soria und María Clelia Rosentock – vor Gericht aus und schilderte den Tathergang mit auffallender Gelassenheit.[6] Während der Verhandlungen sagte der Sachverständige Bartolomé Capurro aus, dass der Angeklagte an einer wahnhaften Psychose (psicosis delirante) litt.[6]
Capurros psychiatrisches Gutachten wurde nur von einer der drei Richterinnen des Gremiums, María Clelia Rosentock, akzeptiert, die eine abweichende Meinung vertrat, wonach Barreda zum Zeitpunkt der Tat nicht die geistige Fähigkeit besessen habe, die kriminelle Natur seines Handelns zu verstehen.[6][7] Die Mehrheit des Gerichts lehnte die Einrede der Unzurechnungsfähigkeit ab und befand, dass Barreda sehr wohl in der Lage war, seine Taten zu verstehen, und rechtlich für die Morde verantwortlich ist.[7] Am 14. August 1995 verurteilte das Gericht Barreda wegen dreifachen schweren Mordes aufgrund familiärer Beziehungen (homicidio calificado por el vínculo) an seiner Frau und seinen zwei Töchtern sowie wegen eines Falles von einfachem Mord (homicidio simple) an seiner Schwiegermutter in Tatmehrheit.[5][6] Er wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe (reclusión perpetua) verurteilt, verbunden mit gesetzlichen Nebenstrafen und der Verpflichtung, die Verfahrenskosten zu tragen.[5][6]
Rechtsmittel und Rechtskraft
Die Verteidigung strengte im Laufe des folgenden Jahrzehnts eine Reihe von rechtlichen Schritten gegen das Urteil an.[4] Späteren Gerichtsentscheidungen zufolge wurde das Urteil am 23. August 2001 vom Kassationsgericht (Cámara de Casación Penal) überprüft, gefolgt von einer zweiten Überprüfung am 18. Februar 2005.[4] Am 12. Juli 2006 wies der Oberste Gerichtshof der Provinz Buenos Aires eine gegen das Urteil eingelegte außerordentliche Provinzbeschwerde ab.[4] Eine bundesrechtliche außerordentliche Beschwerde wurde daraufhin am 11. April 2007 abgewiesen, womit alle rechtlichen Anfechtungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und die lebenslange Haftstrafe rechtskräftig und endgültig wurde.[4]
Haft und Unterbringung
Gefängnisleben
Nach seiner Verurteilung im Jahr 1995 wurde Barreda in Justizvollzugsanstalten des Strafvollzugsdienstes der Provinz Buenos Aires inhaftiert.[12] Während seiner Haftzeit begann er ein Jurastudium.[13] Zudem ging er eine Liebesbeziehung mit einer Frau namens Berta „Pochi“ André ein, die er während seiner Haftzeit durch einen Briefwechsel kennengelernt hatte.[13][14] Während des Vollzugs seiner Strafe äußerte sich Barreda in der Öffentlichkeit und betonte, dass er die Morde zutiefst bereue; er erklärte, er verspüre tiefe Seelennot und großen Schmerz über die Ereignisse.[15]
Hausarrest und Widerruf
Im Mai 2008 gewährte das Kassationsgericht der Provinz Buenos Aires Barreda den Hausarrest unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er das 70. Lebensjahr vollendet hatte, der langen Zeit, die er bereits in Haft verbracht hatte, und seines guten Verhaltens im Gefängnis.[1][12] Am 23. Mai 2008 wurde Barreda aus der Haftanstalt Gorina entlassen, um den Rest seiner Strafe in einer Wohnung seiner Lebensgefährtin Berta André im Stadtteil Belgrano der Autonomen Stadt Buenos Aires zu verbringen.[14][16] An den Hausarrest waren Auflagen geknüpft, die regelmäßige psychiatrische und psychologische Untersuchungen vorsahen.[14]
Am 21. Januar 2011 verließ Barreda – in Begleitung von Berta André – seine Wohnung in Belgrano, ohne die erforderliche vorherige richterliche Genehmigung einzuholen.[17][18] Später erklärte er diesen Schritt mit einer dringenden medizinischen Notwendigkeit und behauptete, er habe sich unwohl gefühlt und sei zu einer Apotheke gegangen, um seinen Blutdruck messen zu lassen.[18] Die Justizbehörden befanden, dass dieser unerlaubte Ausflug einen unzulässigen Verstoß gegen die Auflagen seines Hausarrests darstellte, woraufhin der Hausarrest widerrufen und er in das Gefängnis zurückgebracht wurde.[1][17] Der Widerruf und die Rückkehr in die Haftanstalt wurden vom Argentinischen Justizinformationszentrum gemeldet.[17]
Auf einen Antrag seines Verteidigers Eduardo Gutiérrez hin ordnete die Erste Kammer des Strafappellations- und Haftprüfungsgerichts von La Plata – bestehend aus den Richtern Pedro Soria und María Oyhamburu – am 10. oder 11. Februar 2011 die Wiedereinsetzung des Hausarrests für Barreda an.[17][18]
Bewährung
Am 29. März 2011 gewährte die Erste Kammer des Strafappellationsgerichts von La Plata Barreda die bedingte Entlassung auf Bewährung.[1][5][19] Das Gericht stützte seine Entscheidung auf die Feststellung, dass die gesamte von Barreda verbüßte Haftzeit die gesetzlichen Voraussetzungen für seine verhängte Strafe überschritt.[19] Nach der Verkündung im Gerichtsgebäude von La Plata an der Seite seines Anwalts Eduardo Gutiérrez äußerte Barreda, er werde nun wieder nach draußen gehen und auf der Straße spazieren können, und bemerkte, dass der Hausarrest seine Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt habe.[19]
Die Bewährungsauflagen sahen vor, dass Barreda an einer bestimmten gemeldeten Adresse wohnen, unter der Aufsicht der provinziellen Bewährungshilfe bleiben, keine neuen Straftaten begehen und vorerst mit einer obligatorischen psychologischen und psychiatrischen Behandlung fortfahren musste.[20][21] Im Dezember 2012 hob das Gericht die Verpflichtung zur Fortführung der psychologischen und psychiatrischen Therapie auf, behielt sich jedoch das Recht vor, die Behandlung wieder anzuordnen, falls künftige medizinische Untersuchungen dies als notwendig erachten sollten.[21] Im Dezember 2014 wurde Barredas Bewährung von den Gerichten widerrufen und er für einige Zeit ins Gefängnis zurückgebracht – ein Vorfall, der in späteren Gerichtsakten aus dem Jahr 2016 dokumentiert ist.[21]
Strafende
Am 17. Mai 2016 erließ die Erste Kammer des Strafappellations- und Haftprüfungsgerichts von La Plata einen förmlichen Beschluss im Fall Barreda, in dem festgestellt wurde, dass seine ursprünglich 1995 verhängte lebenslange Freiheitsstrafe rechtlich abgelaufen war.[5] Das Gericht setzte das rückwirkende juristische Datum des Endes seiner Strafe auf den 29. März 2016 fest und erklärte, dass damit auch alle gesetzlichen Nebenstrafen hinfällig seien.[5] Folglich unterlag Barreda, obwohl er ursprünglich zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, ab 2016 keinen aktiven gerichtlichen Strafen oder strafrechtlichen Überwachungen mehr.[21]
Letzte Jahre und Tod
Barreda lebte in den letzten Jahren seines Lebens in Freiheit.[22] Im März 2020 wurde er nach einem Krankenhausaufenthalt in ein Pflegeheim, das Geriátrico Del Rosario an der Ecke der Straßen Zapiola und Altube im Partido José C. Paz der Provinz Buenos Aires, eingewiesen.[1][2][22] Zeitgenössische Berichte zeigten auf, dass sich sein allgemeiner körperlicher Zustand erheblich verschlechtert hatte und er an starkem kognitiven Abbau sowie der Alzheimer-Krankheit litt.[1][2][6][22]
Barreda starb im Pflegeheim von José C. Paz im Alter von 83 Jahren.[1][2] Bezüglich seines genauen Todestages gibt es Abweichungen: Berichte der spanischen, persischen und einfach-englischen Ausgabe geben an, dass er am 25. Mai 2020 starb, während die englische und die hauseinsprachige Ausgabe den 24. November 2020 als Todestag verzeichnen.[1][2] Nachrichtenberichte führten seinen Tod auf einen Herzstillstand oder kardiorespiratorischen Stillstand im Zuge der Alzheimer-Krankheit zurück.[1][2][6] Mangels Trauergästen fand kein öffentliches Begräbnis statt; sein Leichnam wurde direkt zum Friedhof von José C. Paz gebracht, wo der Sarg von lediglich einem Totengräber und zwei Personen zur schlichten Bestattung getragen wurde.[1]
Gesellschaftliche und kulturelle Wirkung
Öffentliche Reaktion und Analyse zum Femizid
Der Fall Barreda wurde zu einem der am stärksten in der Öffentlichkeit rezipierten Kriminalfälle in Argentinien in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und zog ein langanhaltendes mediales Interesse nach sich.[7] Die öffentliche Reaktion wurde durch mehrere Faktoren angetrieben: die Tötung von vier weiblichen Opfern, die familiären Bande zwischen Täter und Opfern, Barredas beruflicher Status als etablierter Zahnarzt sowie sein berechneter Versuch, einen Raubüberfall zu inszenieren.[7] In den folgenden Jahren avancierte Barreda in der argentinischen Populärkultur zu einer bekannten Figur, deren Taten in Büchern, Fernsehberichten, Dokumentarfilmen und Dramatisierungen aufgearbeitet wurden; zeitgenössische Analysen führen das Ereignis häufig als eines der prominentesten Beispiele für familiäre Tötungsdelikte in der argentinischen Kriminalgeschichte an.[7]
In späteren Jahren wurde der Fall im Rahmen des theoretischen Konzepts des Femizids (feminicidio) einer kritischen Neubetrachtung unterzogen.[7][23] Als sich die Morde 1992 ereigneten, hatten die modernen soziologischen und rechtlichen Konzepte des Femizids im argentinischen Recht oder im öffentlichen Diskurs noch nicht die heutige Anerkennung gefunden; die zeitgenössische Presseberichterstattung charakterisierte die Tötungen typischerweise mit Begriffen wie einem „Vierfachverbrechen“ (cuádruple crimen).[7] Innerhalb der breiteren argentinischen Populärkultur gingen die öffentlichen Reaktionen auseinander: Während viele Kreise den Fall anführten, um geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide anzupassen und zu verurteilen, nutzten andere Strömungen ihn, um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen oder zu feiern, wobei sie die Realitäten geschlechtsspezifischen Missbrauchs ignorierten.[23]
Volkskultur und San Barreda
Um die Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts tauchten in Internetforen und digitalen Gemeinschaften in Argentinien Erwähnungen einer Gestalt namens „San Barreda“ auf.[24] Dieses Phänomen stilisierte Barreda zu einem fiktiven Schutzpatron für Männer, die von ihren Ehefrauen missbraucht wurden, und förderte gleichzeitig durch frauenfeindliche Parodie Femizide.[23][24] Das mit San Barreda verbundene satirische Andachtsbild (estampita) zeigte Barredas Konterfei auf eine Figur in traditionellen römischen Heiligenroben gesetzt, mit einem goldenen Heiligenschein hinter dem Kopf, einer Schrotflinte in der rechten und einer Gartenschere in der linken Hand.[25] Der obere Teil des Bildes zeigte eine Weinrebe sowie den aufgedruckten Spruch „Conchita! No entiende!“.[25] Kommentatoren merkten an, dass die spöttische Verehrung um San Barreda meist als eine Form misogynen Humors präsentiert wurde.[23]
Fernsehen und Film
Die Morde dienten in Argentinien als Vorlage für mehrere Dramatisierungen und investigative Dokumentationen.[7][26] 1995 dramatisierte die auf Canal 9 ausgestrahlte Fernseh-Anthologieserie Sin condena den Fall mit Norman Briski als Barreda, Cristina Banegas als Gladys McDonald, Margara Alonso als Elena Arreche, Lara Zimmermann als Cecilia Barreda und Leticia Brédice in der Rolle der Adriana Barreda. Die Produktion begann mit Barredas Kindheit und familiärem Hintergrund, besetzte den Schauspieler Ulises Dumont als seinen Vater und verwendete die Tangokomposition „Reminiscencia“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla in der Szene, in der Barreda nach den Tötungen einen Spaziergang unternahm.
In der dritten Staffel der argentinischen Fernsehserie El marginal stellte der Schauspieler David Masajnik einen fiktiven Chemiker namens Tubito dar, der nach unerbittlicher Demütigung die weiblichen Mitglieder seiner Familie erschoss; Masajnik erklärte, dass die Figur zwar nicht direkt auf Barreda basierte, aber deutliche Ähnlichkeiten aufwies.[27] Die vierte Episode der ersten Staffel der Fernsehserie Irreversible von Carlos Pinto mit dem Titel „El dentista“ basierte ebenfalls auf dem Fall Barreda. Im Jahr 2025 wurde eine Dokumentation über den Fall veröffentlicht, die den Tathergang, die polizeilichen Ermittlungen und das Gerichtsverfahren rekonstruierte.[26] Im Jahr 2026 wurde der biographische Film Barreda unter der Regie von Daniela Goggi auf der Streaming-Plattform Prime Video veröffentlicht, welcher das Verbrechen und Barredas Leben nach der Verurteilung dramatisierte, mit Luis Machín als Ricardo Barreda, Carla Peterson als Gladys McDonald, Mercedes Morán als Elena Arreche, Maite Lanata als Cecilia und Margarita Páez als Adriana.[7]
Literatur und Musik
Die Morde von Barreda wurden in zahlreichen journalistischen Büchern und Literatursammlungen analysiert.[7] Die Journalisten Ricardo Canaletti und Rolando Barbano veröffentlichten 2006 das investigative Buch El caso Barreda.[28] Der Fall wurde zudem in dem 2007 erschienenen Buch No somos ángeles von den Journalisten Liliana Caruso, Florencia Etcheves und Mauro Szeta behandelt.[29] 2008 widmeten sich die Autoren Guillermo Barrantes und Víctor Coviello dem Fall Barreda im Kapitel „La sonrisa perfecta“ ihrer Anthologie städtischer Legenden Buenos Aires es leyenda 3, in der sich der Mythos um einen psychotischen, mörderischen Zahnarzt dreht und Barreda als Beispiel für einen Auslöser des Mythos oder als Teil desselben genannt wird.[30] Der Journalist Rodolfo Palacios untersuchte den Fall in seinem 2012 veröffentlichten Buch Conchita. Ricardo Barreda, el hombre que no amaba a las mujeres.
Mehrere argentinische Musikgruppen haben auf Barreda verwiesen oder Lücke über ihn verfasst. Im Jahr 2003 widmete die argentinische Punk-Rock-Gruppe Attaque 77 dem Fall auf ihrem Album Antihumano den Song „Barreda's Way“, veröffentlichte ihn als Lead-Singles des Albums und gestaltete den Liedtext als eine Rechtfertigung der Morde aus der Sicht des Zahnarzt.[31] Die Rockband Bersuit Vergarabat nahm eine Erwähnung Barredas in den Text ihres 2004 erschienenen Liedes „La argentinidad al palo“ auf.[32] Der argentinische Musiker Horacio Fontova komponierte ein Musikstück mit dem Titel „Milonga para Barreda“.[33] Darüber hinaus nahm die argentinische Band Sometidos Por Morgan mit dem Sänger Pablo Marchetti den Song „La cumbia del odontólogo“ auf, welcher 1995 auf ihrem Album Ludomático erschien.[34]
Wo sich Ausgaben widersprechen (2)
- Englisch: 24 November 2020
- Persisch: 25 May 2020
- Spanisch: 25 May 2020
- Haussa: 24 November 2020
- simple: 25 May 2020
- Spanisch: 10 February 2011
- Persisch: 11 February 2011
Quellen (5 Wikipedia-Versionen)
Die persischen und spanischen Ausgaben bieten umfassende Details, die im englischen Artikel fehlen, darunter den forensischen und ermittlungstechnischen Ablauf der Morde, die Entsorgung der Tatwaffe in Ensenada, Barredas falsche Einbruchsbehauptung und sein Geständnis nach der Lektüre von Artikel 34 des argentinischen Strafgesetzbuches. Sie erläutern zudem den genauen Rechtsmittelverlauf, die juristischen Beschlüsse bezüglich seines Hausarrests und des Eintritts des Strafendes, sowie die gesellschaftliche Resonanz, das Internetphänomen „San Barreda“ und Adaptionen in Fernsehen, Film, Literatur und Musik.
Zusammengefügt aus den untenstehenden Wikipedia-Artikeln, jeweils fixiert auf die am 26. September 2026 gelesene Revision. Zusammen enthalten sie 67 Referenzen; der englische Artikel allein hat 2.
| Ausgabe | Artikel | Revision | Größe | Quellen |
|---|---|---|---|---|
| Englisch | Ricardo Barreda | 1350002646 | 1.5 KB | 2 |
| Persisch | ریکاردو باردا | 44396048 | 24.4 KB | 34 |
| Spanisch | Ricardo Barreda | 175432007 | 17.0 KB | 28 |
| Haussa | Ricardo Barreda | 810035 | 1.0 KB | 2 |
| simple | Ricardo Barreda | 9578127 | 0.9 KB | 1 |
Literatur und Quellen
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- "Murió Ricardo Barreda, el odontólogo que mató a su mujer, sus hijas y su suegra". La Nación (in Spanish). 25 مه 2020.
- Montes, Armando (15 de noviembre de 2023). «Efemérides del 15 de noviembre, qué sucedió un día como hoy». infobae. Consultado el 16 de noviembre de 2024.
- "Sentencia del Juzgado en lo Civil y Comercial N° 17 de La Plata" (PDF). Suprema Corte de Justicia de la Provincia de Buenos Aires (in Spanish). 2015.
- "Causa "Barreda". Extinción de la pena impuesta el 14 de agosto de 1995". Suprema Corte de Justicia de la Provincia de Buenos Aires (in Spanish). 17 مه 2016.
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- http://www.lanacion.com.ar/1348933-barreda-volveria-hoy-a-su-casa
- http://www.lanacion.com.ar/1361218-concedieron-la-libertad-condicional-a-ricardo-barreda
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- De 2019, 17 De Julio. «"El Marginal 3": el actor que interpreta a "Tubito" reveló si su personaje es el femicida Ricardo Barreda». Infobae. Consultado el 17 de julio de 2019.
- Ficha en Google books
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- Barrantes, Guillermo y Coviello, Víctor: "La sonrisa perfecta", en Buenos Aires es Leyenda 3 - Mitos urbanos de una ciudad misteriosa. Ed. Booket, Buenos Aires, 2008.
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