Inhalt
- (Nach oben)
- Namen und Terminologie
- Ursprung und frühe Geschichte
- Hofhund und regionale Typen
- Klubs, Register und die Entstehung der modernen Rasse
- Entwicklung der Größen- und Farbvarietäten
- Geschichte in anderen Ländern
- Beschreibung
- Varietäten
- Wesen
- Verwendung und Beschäftigung
- Pflege
- Gesundheit
- Gefährdungsstatus und Population
- Rechtlicher Status in den Niederlanden
- Die Rasse in der Kultur
- Verwandte Rassen
- Literatur und Quellen
Der Deutsche Spitz ist eine aus Deutschland stammende Hunderasse vom Typ Spitz. Die Fédération Cynologique Internationale erkennt fünf Größenvariationen an: den Wolfsspitz oder Keeshond, den Großspitz, den Mittelspitz, den Kleinspitz und den Zwergspitz, der weithin als Pomeranian bekannt ist.[1][3][4] Historisch als Hofwächter und Begleiter gehalten, teilen sich alle Varietäten einen quadratischen Körperbau, Stehohren und ein doppeltes Haarkleid mit einer üppigen Halskrause.[1][3][4][5][6][8][9][15]
Namen und Terminologie
Der deutsche Name der Rassegruppe ist Deutscher Spitz, in der Mehrzahl Deutsche Spitze. Die einzelnen Varietäten sind als Wolfsspitz (in nicht deutschsprachigen Regionen auch ulvespitz, wolf spitz oder Keeshond), Großspitz, Mittelspitz, Kleinspitz und Zwergspitz bekannt, wobei letzterer auch Pommer, Pommeraner oder Pomeranian genannt wird. Im Malaiischen werden diese als spits serigala, spits besar, spits sederhana, spits kecil und spits kerdil bezeichnet.[1][2]
Im Mittelalter existierte der Begriff eines „Spitzes“ noch nicht; der kleine ländliche Wachhund dieses Typs wurde als Mistbella bezeichnet, „der auf dem Misthaufen bellt“. Das Wort Spitz taucht zum ersten Mal in der niederrheinischen Region in den berühmten Hausregeln des Grafen Eberhard von Sayn auf, die auf etwa 1450 datiert werden und in denen er seinen Dienern verbietet, sich gegenseitig als Spitzhundt zu beschimpfen. Daraus lässt sich schließen, dass der Spitz damals nicht hoch angesehen war; selbst in moderner Zeit wurden kläffende Spitze mit nörgelnden Frauen verglichen. Im Althochdeutschen bedeutete spiz Gipfel oder Berggipfel und spizza Punkt, Stachel, Dorn oder Hügel; der Name bezog sich auf die spitzen Ohren, den keilförmigen Kopf und die sich verjüngende Schnauze. Reisende Landstreicher fanden die hervorragenden Bewachungseigenschaften der Rasse unerwünscht, und daraus leitete sich in ihrer Geheimsprache, dem Rotwelsch, das Wort Spitzel für „Spion“ oder „Informant“ ab.[8][13]
Johann Georg Krünitz erwähnte den Spitz 1773 in seiner Oekonomischen Enzyklopädie, im selben Jahr, in dem Carl von Linné erstmals den Begriff Pomeranian verwendete; die Rasse wurde erst 1778 von Schreber „Spitz“ genannt, obwohl alle Begriffe der Epoche im Wesentlichen den Pomeranian (canis pomeranus) bezeichneten. Der Brite Pennant verwendete die englische Form „Pomeranian dog“ erstmals 1781, und Bechstein beschrieb den Spitz 1793 in seinen Getreuen Abbildungen naturhistorischer Gegenstände. Buffon beschrieb 1772 einen „Wolfshund“ (chien loup), den Sydenham Edwards 1800 als Pomeranian oder „Fuchshund“ bezeichnete; eine ähnliche Beschreibung findet sich im Sportsman's Cabinet von 1804. Damals war die häufigste Farbe cremefarben oder hell weiß-gelb mit hellerer Unterfarbe; weiße und schwarze Spitze wurden ebenfalls erwähnt, Schecken als seltenere Variante. In einer von Gayot 1867 veröffentlichten französischen Beschreibung wird der weiße Spitz zur Unterscheidung vom wolfsfarbenen „Pomeranian-Hund“ (chien de Pomeranie) als „elsässischer Wolfshund“ (louploup d'Alsace) bezeichnet.[8]
Der älteste Name für den Deutschen Spitz ist Pomeranian, aber obwohl Pommern in der Geschichte der Rasse wiederholt auftaucht, stammten nicht alle Deutschen Spitze von dort. Pommern war vor allem für die Zucht schöner weißer Spitze berühmt, während schwarze Kleinspitze entsprechend Mannheimer genannt wurden. Ein hauptsächlich weißer Hütehund aus der Region war in der Literatur bis vor kurzem als Pommerscher Hütespitz bekannt; er war dort im frühen 18. Jahrhundert sehr verbreitet, was zu dem Glauben führte, dass weiße Hütespitze ihren Ursprung in Pommern hatten. In seiner Naturgeschichte der Stubentiere teilte Bechstein den Spitz in mehrere Untergruppen ein: den Haushund oder Spitz (Heidehund, Pomeranian), den kurzhaarigen Spitz, den Fuchshund (Wiesbadener Spitz) und den Wolfshund (den weißen Spitz). In dieser Zeit war der Hund, der heute als Deutscher Spitz bezeichnet wird, unter anderem als „Wolfshund“ bekannt; er war die häufigste aller Rassen und in jedem Dorf auf dem Land zu finden, besonders in Thüringen. In älterer Literatur taucht er auch als Heidehund oder Haidehund auf; es ist ungewiss, ob dies auf eine alte Tradition über seinen Ursprung oder auf die reisenden Menschen hinweist, die sie begleiteten, welche Heiden oder Haiden genannt wurden und einen Hund vom Typ Spitz hielten, der als Haidhund bekannt war.[8]
Ursprung und frühe Geschichte
Der Zuchtrichter Kull vertrat die Ansicht, dass der Deutsche Spitz Deutschlands älteste Hunderasse ist und sich von der Ära der prähistorischen alpinen Pfahlbauten bis in die Gegenwart ohne geplante Zucht entwickelt hat.[9] Die Theorie geht auf die Knochenfunde zurück, die von Rütimeyer in den Pfahlbaugebieten Süddeutschlands und der Schweiz gemacht wurden, auf deren Basis Rasse-Enthusiasten glauben, dass der Hund mindestens auf das Jahr 3000 v. Chr. zurückgeht.[8] Als Ahnenform wird der antike „Torfhund“ oder „Torfspitz“ angesehen, auf Latein Canis familiaris palustris Rütimeyer, und der FCI-Standard, der russische Nationalrasseklub, tschechische, slowakische, litauische, ungarische und serbische Quellen beschreiben den Deutschen Spitz als Nachfahren dieses steinzeitlichen Hundes und des späteren Pfahlbauspitzes sowie als älteste Rasse Mitteleuropas und Ahnherrin vieler anderer Rassen.[1][15][40]
Die einzige Person, die den Torfhund jedoch tatsächlich untersuchte, war nicht Rütimeyer, sondern der Berner Professor Theophil Studer. Seiner Ansicht nach brachten die neolithischen Pfahlbaustätten mehrere verschiedene Hundetypen hervor, die sich sowohl in Größe als auch in Form voneinander unterschieden; am häufigsten war ein eher kleines Tier, das in Größe und Form einem mittelgroßen Spitz ähnelte. Aus diesem Grund wurde Rütimeyers Begriff Torfhund durch Torfspitz ersetzt, und in den Augen der Forscher wurde er zum frühesten Rassehund in Europa. Studer, der 1901 einen Stammbaum der Hunderassen erstellte, benannte den Torfhund als Ursprungsrasse aller heutigen Spitze, Pinscher und Terrier. Der Stammbaum wurde stark kritisiert, da antike Rassen nur bis zu einem gewissen begrenzten Punkt anhand von Schädeln voneinander unterschieden werden können; nähere Untersuchungen zeigten, dass der Schädel und das Skelett des modernen Deutschen Spitzes und des Torfhundes in der Tat ziemlich unterschiedlich sind und ihre genetischen Merkmale einander nicht ähnlich genug sind, um die beiden als äquivalent anzusehen.[8]
Deutsche, schwedische und norwegische Quellen bringen die Sache direkter auf den Punkt: Die Theorie, dass die Spitzfamilie vom prähistorischen Torfhund abstammt, gilt heute als veraltet, und obwohl die Anatomie des Deutschen Spitzes durchaus an Knochenfunde von steinzeitlichen Torfhunden erinnert, hat die moderne DNA-Forschung gezeigt, et dass es keine Beweise für eine direkte Abstammungslinie gibt.[21][23] Die norwegische Ausgabe fügt hinzu, dass es wahrscheinlich genauer ist zu sagen, die Rasse sei eher in kontinentaleuropa als in Deutschland allein entstanden, und dass der Hundetyp zweifellos alt ist, auch wenn Typ und Rasse zwei verschiedene Dinge sind. Es wurde angenommen, dass die Rasse ihren Ursprung mit den nordischen Spitzrassen teilt, darunter der Samojede, der wahrscheinlich einer ihrer frühen Vorfahren ist; dies wird durch eine am 21. Mai 2004 in Science veröffentlichte genetische Studie untermauert, die zudem einen wesentlichen Beitrag von mindestens einer anderen Rasse, offenbar vom Hütehundtyp, zeigte, ohne diese zu identifizieren.[18][20]
Dennoch ist der Deutsche Spitz vom Ursprung her zweifellos antik, nicht streng als Rasse, aber als Rassetyp. Er entwickelte sich in primitiver Form überall dort, wo Hunde gehalten wurden, und hat eine längere Geschichte als die meisten anderen Rassen. Der Hund, der heute als Deutscher Spitz bezeichnet wird, tauchte als konkreter Begriff im antiken Griechenland auf, wo Münzen und Vasen Spitze jener Epoche darstellen; sie ähnelten modernen Spitzten so sehr, mit Stehohren, einer über den Rücken geringelten Rute und einem länglichen Fell, und wurden in Situationen gezeigt, die eine Begleiterrolle nahelegen, dass sie heute wahrscheinlich als Spitze bezeichnet würden. Die geringelte Rute entwickelte sich daher zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Der antike Hund aus Pompeji im Mosaik cave canem entsprach wahrscheinlich einem Spitz.[8] Französische Quellen spüren dem Typ ebenfalls in der Antike und in einer Miniatur der Très Riches Heures du duc de Berry im Mittelalter nach und legen nahe, dass der ursprüngliche Typ dem heutigen Wolfsspitz nahekam.[16]
Einer Theorie, oder vielmehr einem Mythos zufolge, liegen die Wurzeln des Deutschen Spitzes im Norden. Ludwig Beckmann war der Ansicht, dass Spitze aus Skandinavien stammten, sich zuerst ins Baltikum und von dort nach Pommern ausbreiteten; er verkannte jedoch die klaren Unterschiede zwischen dem Deutschen Spitz und den nordischen Spitzen, da letztere für die Jagd verwendet wurden, während Ersterer keinen Jagdtrieb zeigt. Richard Strebel hingegen glaubte, der Spitz stamme aus Mitteldeutschland und habe sich sowohl nach Norden als auch nach Süden ausgebreitet. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass in der nördlichen Hemisphäre ein weit verbreiteter Grundprototyp des Spitzes existierte, aus dem sich im Laufe der Jahrhunderte lokale Varianten entwickelten, was die ähnlichen äußerlichen Merkmale der verschiedenen Spitzrassen erklären würde.[8] Mehrere andere Ausgaben wiederholen die populäre Darstellung, dass Hunde vom Typ Spitz von den Wikingern nach Deutschland und in die Niederlande gebracht wurden und von dickfelligen arktischen oder skandinavischen Hütespitzen abstammen, die auch die gemeinsamen Vorfahren des Samojeden, des Finnischen Spitzes und des Schwedischen Lapphundes waren, wobei sich diese Hunde während des Mittelalters in Nordeuropa und bis nach Großbritannien ausbreiteten.[6][31][39]
Im Mittelalter war der Spitz eine der am weitesten verbreiteten Rassen und kam praktisch überall in Nord- und Mitteleuropa vor. Trotz dieser Beliebtheit wurde er als Hund des einfachen Volkes angesehen, weshalb er in der Kunst jener Zeit kaum je abgebildet wurde. In Deutschland war die Jagd dem Adel vorbehalten, und wenn Bürgerliche jagdtaugliche Hunde besaßen, mussten diese jagduntauglich gemacht werden, beispielsweise indem man ihnen einen dicken Holzstock um den Hals band; deshalb wurde ein Deutscher Spitz ohne Jagdtendenzen entwickelt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gibt es praktisch überhaupt keine Erwähnungen von Hunden mehr; es ist anzunehmen, dass fast alle Hunde umkamen und diejenigen, die überlebten, wahrscheinlich als Nahrung endeten.[8]
Hofhund und regionale Typen
Der Deutsche Spitz blieb bis ins 20. Jahrhundert der Hund der einfachen Leute in ganz Deutschland. Er assistierte Landwirten, Fuhrleuten, Handwerkern und Schiffern, für die er einen Einbruchsalarm, einen zuverlässigen Begleiter, einen Spielkameraden für die Kinder, einen Treibhund für Kühe, einen Hüter für Gänse und einen Rattenfänger darstellte. Traditionell wurden weiße Hunde als Hütehunde eingesetzt, damit Wölfe sie nicht von den Nutztieren unterscheiden konnten, während dunkle Hunde als Hofwächter dienten, damit Diebe sie in der Dunkelheit der Nacht nicht ausmachen konnten.[8] Ursprünglich gab es nur zwei Größenvarianten, groß und klein.[10]
Der Kleinspitz, auch als Mannheimer Spitz bekannt, wurde hauptsächlich in Süddeutschland gezüchtet, der Großspitz im Rheinland und in Westfalen und der Wolfsspitz im Schwarzwald und in Westfalen. Der schwarze Großspitz war besonders in den Weinbaugebieten Süddeutschlands verbreitet, wo er tagsüber den Hof und nachts den Weinberg bewachte, gegen Menschen sowie gegen Vögel und Raubtiere, woher der Name Weinbergspitz rührt. Der weiße Großspitz diente am häufigsten als Hofwächter und Hüter von Schafen, wobei seine Farbe es dem Bauern erleichterte, ihn nachts und aus der Entfernung von einem Wolf zu unterscheiden; auch der Wolfsspitz wurde ursprünglich als Hüter und Hofwächter eingesetzt.[8] Schwedische Quellen berichten ebenfalls, dass die weißen Hunde in Oberschichtkreisen zuerst in Mode kamen, während die schwarzen vermutlich aus Württemberg stammen, wo sie in den Weinbergen eingesetzt wurden.[30]
Um 1886–1891 wurde der Großspitz in den Farben weiß, gelblich, wolfsfarben und schwarz noch häufig als Fuhrwerksbewacher angetroffen. Laut Jean Bungartz war der Spitz einst die häufigste Rasse im Raum Düsseldorf, Köln und Aachen, davon 75 Prozent wolfsgrau, doch schon zu seiner Zeit, im Jahr 1884, war es schwer, ein hervorragendes, typisches reinrassiges Exemplar zu finden. Obwohl der europäische Spitz über ein weites Gebiet von St. Petersburg bis Italien verbreitet war und damals nur wenige Rassen so verbreitet waren, blieb die Zahl der Züchter lange Zeit sehr klein.[8] Auf der Münchner Hundeausstellung von 1895 bemerkte der Richter Kull, er habe beim Spaziergang in Württemberg viele exzellente Vertreter der Rasse gesehen, aber seit Jahren kein glänzendes Exemplar auf einer Ausstellung, und kritisierte Richter dafür, Hunde zu belohnen, die einem Spitz „erst ab 100 Metern Entfernung“ ähnelten. Er fasste seine Beobachtungen über die Rasse mit den Worten zusammen, sie scheine auf einem Landweg besser zu gedeihen als in einem Salon.[9]
Klubs, Register und die Entstehung der modernen Rasse
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die größeren Spitze von der Phylax-Gesellschaft betreut, die sich mit der Standardisierung des „Deutschen Schäferhundes“ befasste, da sie viel vielerorts als Schafehunde gehalten wurden, während die kleinen Spitze unter Schoßhundorganisationen eingeordnet wurden. Im Jahr 1899 wurde auf Initiative von Charles Kammerer aus Wien der Verein für Deutsche Spitze gegründet. Ein separates Register für Spitze folgte, und 1900 wurden die ersten Rassedetails aufgezeichnet; eine Broschüre über Spitze wurde 1905 und das Rasse magazin des Klubs ab 1908 veröffentlicht. Ab 1900 gab es spezielle Richter, die nur Deutsche Spitze bewerteten, obwohl sie zu jener Zeit auch der offiziellen Rasseorganisation angehören mussten. Die Mitgliedschaft war klein und sank nach dem Ersten Weltkrieg noch drastischer.[9][27]
In den späten 1890er Jahren konnte praktisch jeder Gastwirt eine Hundeausstellung auf seiner eigenen Terrasse organisieren: Der Organisator erhob eine kleine Startgebühr und jemand wurde ausgewählt, um die Hunde zu richten und Preise zu verteilen. Diese Praxis rief so großen Unmut hervor, dass man sich auf genauere Ausstellungsregeln einigte. Im Jahr 1878 wurde eine Organisation für die Zucht rasseressener Hunde gegründet, auf die sich Klubs stützten, die kein eigenes Register hatten; Delegierte von fünf Verbänden trafen sich und die Delegierten-Commission wurde ins Leben gerufen, die das erste deutsche Zuchtbuch gründete, eine vollständige Kopie desjenigen des englischen Kennel Club. Da man befürchtete, englische Rassen würden gegenüber deutschen bevorzugt werden, gründeten deutsche Hundeklubs 1906 eine eigene Organisation, das Kartell der stammbuchführenden Spezialklubs für Jagd- und Nutzhunde; es führte ein eigenes Register, und die meisten deutschen Spitzorganisationen schlossen sich ihm 1910 an. In der Praxis war das Kartell der Vorläufer des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH).[9]
Bis 1910 waren nicht weniger als sieben separate Rasseorganisationen für Deutsche Spitze gegründet worden, von denen jede ihre eigenen Ausstellungen abhielt: der Verein für Deutsche Spitze (Elberfeld), der Deutscher Spitzer-Klub (Frankfurt am Main), der Schoßhundklub Berlin, der Erste Mannheimer Zwergspitz- und Schoßhund-Klub, die Vereinigung für Züchter und Liebhaber Deutscher Spitze (Frankfurt am Main), der Erste Württembergische Schoßhund-Klub Stuttgart E.V. und der Schoßhundklub Ludwigshafen a. Rhein. In den frühen Jahren des Kartells erkannten dessen Mitgliedsorganisationen nur drei Varietäten an: Wolfsspitz (mindestens 45 cm), Großer Spitz (etwa 40 cm) und Kleiner Spitz (höchstens 28 cm). An den „Kartelltagen“ von 1920 erlangte der Verein für Deutsche Spitze schließlich die Eintragungsrechte für alle Deutschen Spitze, und im selben Jahr nahm die Generalversammlung die Ausbildung von Blindenführhunden in die Vereinsziele auf.[9]
Unter dem Nationalsozialismus schritt die Neuordnung der Hundeklubs zügig voran. Im Jahr 1933 sollten alle Hundeverbände, die ein Zuchtbuch führten, einschließlich des Kartells, aufgelöst werden, und 1935 wurden Organisationen ohne Zuchtbuch ebenfalls verboten; die Delegierten-Commission, das Kartell und der Verband von Vereinen zur Prüfung von Gebrauchshunden zur Jagd wurden zum Reichsverband für das Deutsche Hundewesen zusammengeschlossen, und die Rasseklubs wurden in Fachschaften umbenannt und ihm untergeordnet. Die letzte Generalversammlung des Vereins für Deutsche Spitze vor dem Zweiten Weltkrieg fand im April 1936 in Köln statt. Ab Januar 1939 gab der Veterinärmediziner Dr. Miller die Zeitschrift Der Deutsche Spitz heraus; er setzte sich mit Nachdruck für die Zukunft des weißen, braunen und schwarzen Großspitz ein und förderte auch die Einführung des Wolfsspitzes als Polizei- und Heeressuchhund.[9]
Entwicklung der Größen- und Farbvarietäten
Auf der Klubversammlung von 1902 wurden die ersten Änderungen der zuvor festgelegten Rassemerkmale beschlossen: Das Wort „grau“ wurde aus der Definition des Wolfsspitzes gestrichen, da es keine getrennt grauen Wolfsspitze mehr gab, sondern nur noch Wolfsspitze, und jede andere Farbe als grau, wie etwa das zuvor erlaubte braun, wurde verboten. Ab 1905 wurde beschlossen, den Spitz größer zu züchten, nach dem Grundsatz „je größer, desto besser“, solange der allgemeine Typ nicht darunter litt; der Wolfsspitz wurde auf mindestens 45 cm und der Großspitz auf mindestens 40 cm Schulterhöhe festgelegt. Zuvor war der Großspitz mit 27–40 cm definiert worden, was meist dem heutigen Mittelspitz entsprach, der noch offiziell existierte; noch 1955 wurde ein Vorschlag für eine Mittelspitz-Größenklasse abgelehnt. Auf einer Versammlung im Juli 1906 schlug Carl Wolfsholz vor, fuchsrot, braun und blau als Farben zu akzeptieren, aber auch gescheckte Individuen unter den großen Spitzen als Farbfehler abzulehnen; daraufhin wurde beschlossen, alle Farbvarietäten einschließlich Schecken und alle Größen zu akzeptieren, so dass Hunde von 27–39 cm von da an ausgestellt und platziert werden konnten, obwohl sie in derselben Kategorie wie der Großspitz konkurrierten.[9]
Der Wolfsspitz hat sich in Größe, Farbe und bestimmten anderen Merkmalen immer deutlich von den anderen Deutschen Spitzen abgesetzt und gilt vielen als die älteste Varietät der Rasse. Die Broschüre von 1905 beschrieb, wie sich der Wolfsspitz vom Großspitz, abgesehen von der Größe, hauptsächlich in der Schädelform unterscheiden sollte, obwohl künftig für beide eine einheitliche Kopfform, der sogenannte „Wolfsspitzkopf“, angestrebt werden sollte.[9] Im Jahr 1922 wurde der Begriff Zwergspitz fallen gelassen, und bis 1974 war die kleinste Varietät der Kleinspitz, damals mit einer maximalen Widerristhöhe von 26 cm. Im Jahr 1933 wurden die Worte „je kleiner, desto besser, aber nicht verkrüppelt“ aus dem Rassestandard gestrichen. Auf der 24. Generalversammlung, die im April 1936 in Köln stattfand, äußerte der Vereinsvertreter Dr. Manger die Besorgnis, dass Wolfsspitze zu groß und Kleinspitze zu klein gezüchtet würden, da sie dadurch nicht nur ihren Typ, sondern auch ihr charakteristisches Temperament verlieren würden, eine Ansicht, die auf der Versammlung allgemein geteilt wurde; es wurde auch angemerkt, dass schwarze und weiße Großspitze in den letzten Jahren sowohl an Qualität als auch an Anzahl zurückgegangen waren.[9]
Bereits vor dem Bestehen offizieller Standards wurde auf Punkte wie die Fülle der Krause und die Buschigkeit der Rute geachtet. Ein quadratischer Körperbau wurde stets als wichtig erachtet, und langgestreckte Hunde wurden als ungeeignet für die Zucht eingestuft. Ursprünglich wurde ein runder, gewölbter Schädel bevorzugt, was heute nicht mehr der Fall ist, und flachschädelige Hunde wurden, mit Ausnahme des Wolfsspitzes, als untypisch abgelehnt. Die Farbe variierte stark: weiß, cremefarben, goldgelb, fuchsrot, braun, blau, graugeschattet, schwarz oder gefleckt und gescheckt. Beim Großspitz konzentrierte sich die Zucht jedoch bereits auf weiß, braun, schwarz und graugeschattet, da diese Farben mit seinen traditionellen Aufgaben verbunden waren.[9]
Auf der ersten Nachkriegs-Jahreshauptversammlung in Köln im September 1947 wurde das Mindestzuchtalter für Rüden auf 15 Monate für den Kleinspitz und 18 Monate für den Großspitz heraufgesetzt; es wurde beschlossen, dass alle Farben erlaubt sind, wobei nur einfarbige Hunde mit weißen Abzeichen an Stirn, Brust und Pfoten abgelehnt werden, und die Zuchtbücher wurden geschlossen. Der Zuchtbuchführer Dr. Heller beschrieb die Farbvarianten des braunen Großspitz als rostbraun, braun mit gelben Flecken, zimtbraun, amber-gelb, braun-gescheckt, rot-braun-gescheckt, orange-cremefarben und braun-cremefarben, wobei nur zwei der registrierten Hunde als echte „braune“ verzeichnet waren. Das Magazin diskutierte auch die Prüfung der Schärfe; der Aron-vom-Dörfle-Preis war an den schärfsten oder härtesten Hund der Rasse verliehen worden, und Dr. Heller erhielt unzählige Briefe, in denen gefordert wurde, Härte und Wesensfestigkeit und nicht allein das Exterieur als Selektionskriterien heranzuziehen. Etwa zur gleichen Zeit warb der Braunschweiger Spitzklub in der lokalen Zeitung, um Enthusiasten zu versammeln; 45 Personen kamen und fast alle wollten eintreten, viele besaßen Spitze ohne Papiere oder Ahnentafeln, einige im Krieg verloren und einige unregistriert geboren, aber der Klub konnte sie nicht registrieren, da die Zuchtbücher geschlossen waren.[9]
Auf der FCI-Tagung im April 1955 wurde beschlossen, dass der Deutsche Spitz in allen FCI-Mitgliedsländern nach dem deutschen Rassestandard gerichtet werden sollte. Im Jahr 1958 wurde festgelegt, dass die verschiedenen Farben nicht mehr miteinander verpaart werden durften, mit der einzigen Ausnahme von Kreuzungen zwischen dem schwarzen Großspitz und dem Wolfsspitz, und die Kategorie „andere Farben“ wurde aufgegeben, was zur Folge hatte, dass gescheckte und gefleckte Hunde deutlich zurückgingen; fortan waren in allen Varietäten nur noch die Einfarben weiß, orange, braun, grau und schwarz erlaubt. Der Zweck bestand darin, die zunehmende Verdünnung bestimmter Farben zu verhindern, ging jedoch, besonders im Hinblick auf den ohnehin kleinen Großspitzbestand, zu weit. 1965 wurden Großspitz und Wolfsspitz getrennt und Kreuzungen zwischen ihnen nicht mehr zugelassen; bis dahin konnten Wolfsspitze in Großspitzwürfen fallen und umgekehrt, da die beiden Varietäten noch um die Zeit des Zweiten Weltkriegs relativ häufig miteinander verpaart worden waren. Die neue Einschränkung trieb den Großspitz an den Rand des Aussterbens, da Wolfsspitze nicht mehr in seiner Zucht verwendet werden durften.[9]
Ein zweiter Grund für den radikalen Rückgang der Großspitz-Zahlen war inkompetentes Training und mangelndes Verständnis für das typische Spitz-Temperament. 1968 starb in der Schweiz nur einer der wenigen Großspitze des Landes eines natürlichen Todes, alle anderen wurden erschossen; der weiße Hund Guido von der Norisschanze wurde auf Wunsch seines Besitzers eingeschläfert, weil er in Situationen, in denen er sich aufgrund schlechter Sozialisierung ängstigte, zu zwicken begonnen hatte, während Flora von der Norisschanze und ihr Sohn eingeschläfert wurden, weil ihr Besitzer für längere Zeit ins Krankenhaus musste.[9]
Im Jahr 1969 wurde die Varietät Mittelspitz offiziell anerkannt, da es jahrzehntelang keine offizielle Größenklasse im Bereich 28–40 cm Schulterhöhe gegeben hatte. Die Anerkennung war zuvor aus finanziellen Gründen gescheitert: Eine vierte Varietät hätte insgesamt 40 Klassen auf Hundeausstellungen erfordert, da die Farben getrennt gerichtet wurden, und der Gewinner jeder Klasse erhielt Preisgeld, das sich der Klub nicht leisten konnte. Die neue Größenklasse galt nur für zu große Kleinspitze und nicht für zu kleine Groß- und Wolfsspitze, die von der Mittelspitz-Zucht ausgeschlossen waren; es wurden ausschließlich Mittelspitze verwendet, ihre Welpen wurden als Kleinspitze registriert und sie wurden erst dann in die Mittelspitz-Kategorie übertragen, wenn sie für Kleinspitze noch zu groß waren, eine Praxis, die sechs Generationen lang beibehalten wurde.[9]
Zwischen 1969 und 1979 wurde der Deutsche Spitz mehrfach zwischen der FCI-Gruppe 2, die damals Schädelhunde, Wach- und Schutzhunde umfasste, und der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) hin und her verschoben. 1969 musste der VDH wegen der FCI-Ausstellungsregeln eine einzige Gruppe für alle Varietäten definieren und übergab die Frage an den Rasseklub, dessen Vorstand im Juli 1969 entschied, dass die Rasse in der Gesellschafts- und Begleithundegruppe am besten aufgehoben sei, unter anderem mit der Begründung, sie diene seit antiken Zeiten als Begleiter. Züchter und Enthusiasten waren bestürzt, und wegen des Konflikts beschloss eine Versammlung im Mai 1970, die Rasse wieder in die Gruppe 2 zurückzuversetzen; damals umfasste sie vier Varietäten, den Großspitz in allen Farben, den Wolfsspitz, den Mittelspitz in allen Farben und den Kleinspitz in allen Farben. Nach jahrelangem Streit landete die Rasse schließlich doch wieder in der Gesellschaftsund Begleithundegruppe, was dazu führte, dass ihre Arbeitseigenschaften in Frage gestellt wurden. Schließlich schuf der Schweizer Kynologe Dr. Hans Räber 1990 die FCI-Gruppe 5 (Spitze und primitive Typen), in der die Rasse seither platziert ist.[9]
Der 1922 fallengelassene Name Zwergspitz wurde 1974 wieder eingeführt, damit der Pomeranian in den Standard des Deutschen Spitzes aufgenommen werden konnte. Die Änderung erfolgte ohne Beschluss der Klubgeneralversammlung allein durch einen Vorstandsbeschluss, wahrscheinlich auf Druck des VDH, und hatte zur Folge, dass der FCI-Standard um die Varietät Zwergspitz bzw. Pomeranian erweitert wurde. Der Klub stellte bald fest, dass der ausländische Typ des Pomeranian den Farbanforderungen des reinrassigen Deutschen Spitzes nicht entsprach und dass sich seine Kopfform und sein Temperament von denen des deutschen Zwergspitzes unterschieden; ein untypisch hoher Rutenansatz, Apfelkopf, kurze Schnauze und kurze Kiefer waren ebenfalls typische Fehler importierter Hunde. Einige Importe waren mit achtzehn Monaten nicht fortpflanzungsfähig und viele Hündinnen mussten per Kaiserschnitt entbunden werden. Aus diesen Gründen wurde 1987 ein Antrag gestellt, den Pomeranian als eigenständige Spitzrasse zu registrieren, was ihn in der Praxis nach Art des Volpino Italiano oder des Japanischen Spitzes als separate ausländische Rasse klassifiziert hätte, aber die dafür eingesetzte Kommission konnte sich nicht einigen. Als Alternative schlug der Vorstand vor, Zwergspitz und Kleinspitz zu einer einzigen Varietät zusammenzulegen, um deren Genpool zu erweitern, ein Vorschlag, der von den meisten Züchtern und Enthusiasten auf der Generalversammlung 1990 abgelehnt wurde.[9]
Im Jahr 1994 wurde der Keeshond in den Wolfsspitzstandard integriert. Der Deutsche Spitz-Rasseklub lehnte einen separaten Standard für den Keeshond ab, weshalb die FCI entschied, dass der Keeshond innerhalb der Wolfsspitz-Definition untergebracht werden musste. Auch damit war der Klub unglücklich, da er den Keeshond als reinen Ausstellungshund und als das genaue Gegenteil der alten Wolfsspitz-Arbeitsrasse ansah. Sein Vorstand erhielt Briefe aus Schweden und Finnland mit der Forderung, anzuerkennen, dass der Wolfsspitz nur in Mitteleuropa existierte und die Hunde überall sonst auf der Welt Keeshonden waren. Auf Initiative nordischer Züchter und Rasseklubs sollte der Keeshond von der FCI als niederländische Rasse neben dem Wolfsspitz geführt werden, aber die direkt betroffene niederländische Spitzorganisation wurde überhaupt nicht informiert. Ein Standard für den Keeshond war bereits ausgearbeitet worden, aber das gesamte Projekt wurde eingestellt und Vertreter der verschiedenen Organisationen trafen sich, um einen für alle akzeptablen Kompromiss zu finden. Die Hauptgründe der FCI für einen gemeinsamen Standard waren die Ähnlichkeit der Idealtypen von Wolfsspitz und Keeshond und ihre enge Verwandtschaft, da sie einen gemeinsamen Ursprungsbestand hatten und im Laufe der Geschichte häufig miteinander gekreuzt worden waren. Infolgedessen wurde die maximale Widerristhöhe des Wolfsspitzes um 2 cm von 60 auf 58 cm herabgesetzt und der etwas rundere Kopf des Keeshonds neben dem für den Wolfsspitz typischen fuchsartigen Kopf in den Standard aufgenommen.[9][12]
Die 1958 auferlegte Kombination einer farbreinen Zucht, die Trennung von Wolfsspitz und Großspitz 1965, die Schaffung der Mittelspitzklasse 1969 und der Zwergspitzklasse 1974 sowie das 1974 eingeführte Verbot der Größenkreuzung verengten den ohnehin sehr begrenzten Genpool des Großspitzes noch weiter. In den 1970er Jahren war die Varietät fast ausgestorben und die letzten verbliebenen Hunde konnten sich nur durch einen hohen Grad an Inzucht fortpflanzen: In den 1950er und 1960er Jahren wurden noch etwa 30 Hunde pro Jahr registriert, 1973 jedoch nur noch ein einziger Welpe, und die Registrierungen kehrten erst in den späten 1980er Jahren auf über 30 pro Jahr zurück, bevor sie Ende des Jahrhunderts wieder auf etwa 20 sanken. Zwischen 1997 und 1999 wurde in Deutschland kein einziger schwarzer Großspitz registriert. 1994 wurde der letzte braune Großspitzwurf im Zwinger von der Kesterburg geboren, wonach der braune Großspitz praktisch ausstarb; braune Hunde tauchten erst 2007 durch Rückkreuzung wieder auf und bleiben recht selten.[9]
Ein Zwinger im Besonderen, Willy Wintzheimers von der Norisschanze, wurde berühmt für die Wiederbelebung des weißen Großspitzes und schaffte es, die Varietät ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er züchtete ungewöhnlich große Großspitze, von denen einer von einem niederländischen Richter auf der internationalen Ausstellung in Utrecht für eine Kreuzung aus Samojede und Deutschem Spitz gehalten und knapp vor der Disqualifikation bewertet wurde, obwohl der Hund zu diesem Zeitpunkt bereits den Titel eines Weltsiegers errungen hatte. Im Jahr 2002 wurden zwei American Eskimo Dog-Hündinnen aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland importiert und dort für die Großspitzzucht eingesetzt; obwohl hinter dem American Eskimo Dog neben dem Deutschen Spitz noch andere Rassen standen, wurden die beiden Importe direkt in die weiße Großspitz-Population übernommen. Im Jahr 2003 fiel im Zwinger von den fidelen Pfoten ein Großspitzwurf aus der weißen Hündin Buffy vom Steingarten und dem schwarzen Hund Brit z Bratislavy, der erste farbgekreuzte Wurf, der seit 1958 beim VDH registriert wurde; er bestand aus drei schwarzen Rüden, einem schwarzen Rüden mit grauen Abzeichen und einer schwarzen Hündin mit weißen Abzeichen. Seit 2019 dürfen die Farben unter bestimmten Bedingungen wieder gekreuzt werden, und auch die Kreuzung der Größenvarianten ist wieder erlaubt, vor allem Großspitz mit Mittelspitz und Mittelspitz mit Kleinspitz.[9][29]
Geschichte in anderen Ländern
Österreich
Vor dem Ersten Weltkrieg war der Deutsche Spitz die beliebteste Hunderasse in Österreich. Er wurde meist außerhalb der Hundeklubs und vor allem in Schwarz und Scheckung gezüchtet. Nach 1918 verlor er jedoch an Boden gegenüber anderen Rassen, während etwa zur gleichen Zeit die systematische Zucht des Zwergspitzes begann, da man es durch die Urbanisierung als einfacher empfand, einen kleinen statt einen großen Hund zu halten. Charles Kammerer, einer der Gründer des Vereins für Deutsche Spitze, war ein bedeutender Pionier der Rasse in Österreich und für seine erstklassigen schwarzen Zwergschnauzer – beziehungsweise Zwergspitze – bekannt. Nach seinem Tod und mit dem Zweiten Weltkrieg erlitt die Zucht des Deutschen Spitzes in Österreich viele Rückschläge: Der Großspitz verschwand nach dem Tod des letzten Exemplars, des schwarzen Rüden G'spenti v. Gude, fast gänzlich aus dem Land, und dasselbe Schicksal drohte dem Kleinspitz, von dem nur ein einziger schwarzer Zuchtrüde verblieb, und dieser aus Deutschland. Frau Linhart, Leiterin des Österreichischen Spitzklubs, sorgte schließlich dafür, dass die Zusammenarbeit mit deutschen Züchtern fortgesetzt und der Kleinspitz in Österreich wieder etabliert wurde.[9]
Schweiz
Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde der Deutsche Spitz in der Schweiz vergleichsweise beliebt, besonders bei Bergbauern, und damals gemeinhin als Wolfshund bezeichnet. Jules Hoffman, Vorsitzender des Schweizerischen Spitzerclubs, behauptete, Bergbauern hätten früher ihre Spitze mit Bergfüchsen gekreuzt, um die Hunde aggressiver und schärfer zu machen. Damals wurden in der Schweiz hauptsächlich Groß- und Kleinspitze gezüchtet, und beide Weltkriege brachten die Zucht des Deutschen Spitzes fast gänzlich zum Erliegen. Nach den Kriegen dauerte es fast zehn Jahre, bis die Schweizer es wagten, den Deutschen wieder zu vertrauen und die Zusammenarbeit mit ihnen fortzuführen.[9]
Vereinigtes Königreich
Pomeranian-Spitze wurden bereits im 18. Jahrhundert nach England exportiert und entwickelten sich dort schrittweise zum modernen Pomeranian.[8] Thomas Gainsborough malte Zwergspitze im 18. Jahrhundert, aber es war während der Regentschaft von Königin Victoria im frühen 19. Jahrhundert, als der kleine Spitz, damals Loulou de Poméranie genannt, den Mops am britischen Hof verdrängte.[17] Norwegische Quellen beschreiben den Pomeranian als eine kleinere Variante des Kleinspitzes, die von britischen Züchtern im 19. Jahrhundert geschaffen und nach Pommern benannt wurde, wo sein Ursprung vermutet wird, wobei Königin Victoria zugeschrieben wird, ihn bekannt und beliebt gemacht zu haben; obwohl er als deutsche Rasse gilt, waren es die Engländer, die den kleinen Hund verfeinerten und weiterentwickelten. Das Streben nach immer kleineren Hunden in den letzten Jahrzehnten hat seine Größe weiter reduziert: Früher war ein Gewicht von etwa 3,5 kg üblich, während heute etwa 2 kg häufiger sind.[18] Japanische Quellen fügen hinzu, dass im 19. Jahrhundert aus Deutschland nach Großbritannien exportierte Mittelspitze dort verkleinert wurden und der so entstandene Hund, der dem ursprünglichen Pomeranian am nächsten kommt, ebenfalls den Namen Victorian Pomeranian trägt, ein Name, der von der persischen Ausgabe ebenfalls für den Deutschen Spitz berichtet wird, der aus Pommern nach England gelangte und zum Vorfahren des modernen Pomeranian wurde.[41] Der Deutsche Spitz wurde 1984 vom Kennel Club des Vereinigten Königreichs als offizielle Rasse anerkannt und wird dort in der Utility-Gruppe als German Spitz (Klein) und German Spitz (Mittel) geführt.[9]
Frankreich
Die Beliebtheit des Spitzes in Frankreich ging im frühen 20. Jahrhundert mit einer Trübung seines Images einher. Nur die Zwergvarietät war unter dem Namen Loulou de Poméranie oder einfach Loulou bekannt; in Paris erhielt sie den Spitznamen Chien de concierge („Pförtnerhund“), da jede Pförtnerloge ihren Loulou haben musste, um vor der Anwesenheit eines Fremden im Gebäude zu warnen. In Frankreich wurden die anderen Spitzvarietäten erstmals 1935 für den Mittelspitz und den Kleinspitz, 1937 für den Wolfsspitz (spitz-loup) und 1986 für den Großspitz in das Livre des Origines Français eingetragen.[17] Der norwegischen Ausgabe zufolge wurde der erste Rasseklub in Frankreich 1935 gegründet und der Rassestandard stammt aus dem Jahr 1990.[18] Im frühen 20. Jahrhundert wurden viele weiße Spitze nach Frankreich exportiert, wo sie bedauerlicherweise mit dem Samojeden gekreuzt wurden; ein Resultat dieser Kreuzungen, Prince LuLu, errang sogar den Titel eines französischen Champion de Conformité.[8]
Vereinigte Staaten
Im frühen 19. Jahrhundert nahmen deutsche Auswanderer Großspitze mit in die Vereinigten Staaten, wo aus ihnen der American Eskimo Dog entwickelt wurde. Heutige American Eskimo Dogs ähneln dem Deutschen Spitz noch recht stark, wenngleich sie ein etwas anderes Temperament aufweisen, das bisweilen auch einen Jagdinstinkt beinhalten kann.[9] Polnische und schwedische Quellen verzeichnen ebenfalls, dass nach Amerika verbrachte Spitze den Namen American Eskimo Dog erhielten und die Rasse zur Vergrößerung ihrer genetischen Basis wieder in den Deutschen Spitz eingekreuzt wurde.[29][36] In den Vereinigten Staaten wird der Deutsche Spitz im Foundation Stock Service des American Kennel Club geführt.[1]
Japan
Um 1970 wurden Deutsche Spitze in großer Zahl nach Japan exportiert. In alten Zeitschriften wurde der Japanische Spitz auch als „Japanischer Großspitz“ bezeichnet, und wahrscheinlich wegen des Zweiten Weltkriegs wurde der Begriff „Deutscher Spitz“ vermieden, weshalb die Japaner beanspruchten, die Rasse aus dem Samojeden entwickelt zu haben; es ist dennoch wahrscheinlich, dass der Deutsche Spitz, genauer der Großspitz, dahintersteckt.[9] Die japanische Ausgabe merkt an, dass die Behauptung, der Deutsche Mittelspitz sei der Ahnherr des Japanischen Spitzes gewesen, einige Unstimmigkeiten im Importweg beinhaltet und viele konkurrierende Berichte existieren, sodass die Abstammung nicht fest etabliert ist. Seit 1988 fungiert der Deutsche Spitz-Rasseklub auch als Rasseklub für den verwandten Japanischen Spitz, und Deutschlands erster Japanischer Spitz-Wurf wurde im September 1990 im Zwinger von der Böhmerwies geboren.[9] Mittelspitze wurden 2004 nach Japan importiert und 2005 beim Japan Kennel Club registriert.[41]
Die Niederlande und der Keeshond
Der Keeshond, der in Europa wegen seiner Fellfarbe vielerorts Wolfsspitz genannt wird, hat seinen Namen von dem Niederländer Cornelis (Kees) de Gyselar, der im 18. Jahrhundert gegen die niederländische Krone, das Haus Oranien, revoltierte und danach in seiner Heimat eine Art Heldenstatus erlangte; er soll einen Keeshond oder einen ihm ähnelnden Hund in seinem Wappen gehabt haben. Er verlor seinen Kampf gegen die Krone, was dazu geführt haben soll, dass die „Rasse“ für mehr als hundert Jahre nahezu verschwand. Sie tauchte im 19. Jahrhundert wieder auf, als sowohl in Holland als auch in England Zuchtprogramme gestartet wurden, um sie ans Licht zurückzubringen, sodass es wahrscheinlich korrekt ist, diese Hunde als Rasse auf jene Epoche zu datieren, auch wenn die Varietäten Vorfahren haben, die weitaus weiter in der Zeit zurückreichen. Obwohl der Keeshond von der FCI als deutsch anerkannt ist, ist er der Nationalhund der Niederlande.[18]
Tschechische Republik
In der Tschechischen Republik kam der braune Großspitz überhaupt nicht vor, wie es auch im Ausland zwischen 1988 und 2003 der Fall war; seit 2014 ist ein einzelnes braunes Individuum im Land anwesend, und 2017 wurden dort zwei braune Hündinnen aus einer experimentellen Verpaarung einer wolfsgrauen Hündin mit einem schwarzen Hund geboren, die zur Erweiterung der sehr schmalen genetischen Basis dieser Varietät durchgeführt wurde. Die schwarzen und weißen Varietäten sind ebenfalls vom Verschwunden bedroht und Züchter versuchen sie zu retten. Zwei Klubs betreuen den Deutschen Spitz in der Tschechischen Republik: der Klub chovatelů špiců, gegründet 1967, und der Klub chovatelů německých špiců, gegründet 2020. Damit ein Hund zur Zucht zugelassen wird, muss er eine veterinärmedizinische Untersuchung, eine Untersuchung auf Hüftdysplasie im Falle von Wolfsspitz und Großspitz sowie eine Untersuchung auf Patellaluxation bei den anderen Varietäten, jeweils durch einen zugelassenen Tierarzt, durchlaufen und auf einer sogenannten Bonität (bonitace) einem Ausschuss vorgestellt werden, der aus dem Zuchtberater, einem internationalen Formwertrichter und einem Mitglied des Klubvorstands besteht, welcher beurteilt, ob der Hund dem Standard entspricht und frei von disqualifizierenden Fehlern ist.[40]
Nordische Länder und das Baltikum
Der Pomeranian erreichte Norwegen vor dem Ersten Weltkrieg und ist seither ein beliebter Hund dort.[18] In Schweden wird die Rasse von der Svenska Klubben för Tyska Spetsar und vom Keeshondringen unter der Svenska Spets- och Urhundklubb betreut; Groß- und Mittelspitz werden in der Heimat der Rasse seit 2003 als gefährdete Haustier-Ressourcen behandelt.[29] In Finnland war der Kleinspitz im Jahr 2024 die am häufigsten registrierte Varietät des Deutschen Spitzes, gefolgt vom Mittelspitz und dem Pomeranian; der Keeshond schaffte es ebenfalls auf die Liste der hundert beliebtesten Rassen, im Gegensatz zur seltensten Varietät, dem Großspitz.[14] In Litauen ist die Rasse nicht beliebt: Etwa zwanzig Klein- und Zwergspitze waren laut Zahlen aus dem Jahr 2003 beim Litauischen Kennel Club registriert.
Beschreibung
Der Deutsche Spitz ist ein langhaariger, doppelt behaarter Hund vom Typ Spitz, dessen fünf Varietäten sich signifikant in der Größe unterscheiden. Der Körper fügt sich in ein Quadrat ein, das Verhältnis von Widerristhöhe zur Körperlänge beträgt 1:1, und die gesamte Kontur wird durch eine üppige, befederte Rute abgerundet, die hoch angesetzt und fest über den Rücken gerollt getragen wird und diesen teilweise bedeckt. Der Körper ist kompakt, mit einer tiefen, gut entwickelten Brust, einem kurzen, geraden Rücken, einer leicht aufgezogenen Unterlinie und einer breiten, kurzen, kräftigen Lende; der Hals ist von mittlerer Länge mit straffer Haut; die Vorderläufe sind gerade mit guter Knochensubstanz und die Hinterhand ist sehr muskulös und bis zum Sprunggelenk reich behaart, gerade und parallel stehend; die Pfoten sind klein mit geschlossenen Zehen.[1][3][15]
Der Kopf ist von mittlerer Größe und keilförmig, an einen Fuchs erinnernd, mit einer breiten, abgerundeten Stirn, einer mittelsellangen Schnauze, die sich zur Nase hin verjüngt, aber nicht spitz ist, sowie kleinen, dreieckigen, hoch angesetzten und dicht beieinander stehenden Stehohren. Die Augen sind von mittlerer Größe, dunkel und mandelförmig, und Nase und Lefzen sind schwarz oder bei braunen Hunden dunkelbraun. Die Kiefer sind mit einem Scherengebiss gut entwickelt; ein Zangengebiss ist ebenfalls erlaubt, und bei Mittelspitz, Kleinspitz und Pomeranian wird das Fehlen einiger Prämolaren toleriert. Die italienische Ausgabe betont, dass die Nase stets schwarz sein und das Gebiss vollständig und korrekt sein muss.[1][15][37]
Das Haarkleid besteht aus einem langen, geraden, abstehenden Deckhaar und einer kurzen, dichten, wattemäßigen Unterwolle und ist weder wellig, gelockt noch zottig. Das doppelte Fell bedeckt nicht den Kopf, die Ohren, die Vorderseite der Läufe oder die Pfoten, die ein kurzes, dichtes, samtartiges Haarkleid tragen, während der Hals eine imposante mähnenartige Krause und die Hinterhand gut entwickelte Hosen aufweist. Im Winter wird die Unterwolle dicht, weich und stark isolierend, und das abstehende Deckhaar verleiht dem Hund ein wesentlich größeres Volumen, als er tatsächlich hat.[1][3][4][18][19]
Die Einteilung der Fellfarben durch den VDH unterscheidet weiß, die „alten Farben“ braun und schwarz sowie die „neuen Farben“ orange, wolfsgrau und „andere Farben“; letzterer Begriff umfasst cremefarben, cremefarben-sable, orange-sable, schwarz-loh, schwarz-braun, schwarz-silber und Schecken. Gescheckte Hunde müssen eine weiße Grundfarbe haben, und ihre Flecken müssen einheitlich eine der im Standard aufgeführten Farben aufweisen, vorzugsweise über den ganzen Körper verteilt. Der schwarze Hund muss schwarze Unterwolle und Haut ohne weiße oder andere Abzeichen haben, braun muss dunkelbraun sein, wolfsgrau ist silbergrau mit schwarzen Haidenspitzen, und weiß muss frei von jedem Gelbstich sein.[1][15]
Häufig auftretende Fehler, die von italienischen und litauischen Quellen aufgeführt werden, umfassen einen zu hoch im Bein stehenden Hund, inkorrekte Bewegung, fehlerhafte Hinterhand, Gebissfehler, Monorchismus und Kryptorchismus, einen nicht fuchsähnlichen Kopf, schlecht getragene Ohren, eine depigmentierte Nase, helle Nägel, ein helles Auge, übermäßige oder ungenügende Winklung, ein schüchternes Wesen und Fettleibigkeit; die litauische Ausgabe ergänzt einen flachen oder runden Schädel, sehr große, hervortretende Augen, hellen Nasenschwamm, helle Lefzen und Augenlider, eine nicht auf dem Rücken liegende Rute und gewelltes Haar.[37]
Varietäten
Der FCI-Standard definiert fünf Größenvarianten, jede mit ihren eigenen erlaubten Farben. Die deutsche und die russische Ausgabe geben die Höhen mit Wolfsspitz/Keeshond 49 ± 6 cm, Großspitz 45 ± 5 cm, Mittelspitz 35 ± 5 cm, Kleinspitz 27 ± 3 cm und Zwergspitz/Pomeranian 21 ± 3 cm an, während die französische und die tschechische Ausgabe, einer früheren Version des Standards folgend, 49 ± 6 cm, 46 ± 4 cm, 34 ± 4 cm, 26 ± 3 cm und 20 ± 2 cm nennen; die nordische, portugiesische und polnische Ausgabe beziffern die entsprechenden Bereiche mit 43–55, 42–50, 30–38, 23–29 und 18–22 cm. Das Gewicht muss lediglich der Größe der Varietät entsprechen.[1][3][15][32][34]
Der Wolfsspitz oder Keeshond ist die größte Varietät mit einer Schulterhöhe von etwa 43–55 cm gemäß Rassestandard, und sein Fell ist silbergrau mit schwarzer Schattierung und einer schwarzen Maske, ohne weiße Abzeichen. In einigen englischsprachigen Ländern, darunter Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten, werden der Keeshond und der Deutsche Wolfsspitz als zwei separate Rassen klassifiziert, mit Gewichten im Bereich von etwa 27–32 kg für den Deutschen Wolfsspitz und 25–30 kg für den Keeshond, während andere Quellen 15–20 kg oder etwa 20 kg für die Varietät als Ganzes angeben.[1][4][32]
Der Großspitz ist ein mittelgroßer Hund, der meist 17–18 kg wiegt, beziehungsweise laut brasilianischen Quellen 15–20 kg, und sein Fell kann weiß, schwarz oder braun sein; schwarze und braune Hunde können weiße Flecken an Brust, Pfoten und Rutenspitze haben. Die portugiesische Ausgabe merkt an, dass er sich im Fell vom Keeshond unterscheidet, und deutsche Quellen beschreiben ihn als exzellenten Haushof- und Begleithund, einen kompakt gebauten Hund mit spitzer Fuchsschnauze und mittelselangem, weichem, dichtem Haar.[1][4][5][32]
Der Mittelspitz wiegt meist zwischen etwa 7 und 12 kg, wobei der englische Text 10,5–11,5 kg nennt, die Fogle-basierte Infobox 11–12 kg, polnische Quellen 11,3 kg und portugiesische Quellen 5–10 kg, und er kann weiß, schwarz, braun, orange, wolfsgrau oder in anderen Farben einschließlich Mischungen dieser sein. Die japanische Ausgabe besagt, dass sein Deckhaar im Gegensatz zu den anderen Varietäten hart und fein ist, während die Unterwolle wie bei den anderen weich ist, und dass braune und schokofarbene Hunde mit Augenrändern und Nase in der gleichen Farbe wie das Fell besonders bevorzugt werden; sie fügt hinzu, dass der Mittelspitz, da er weder zu groß noch extrem klein ist, innerhalb der Gruppe der Deutschen Spitze vergleichsweise beliebt ist.[1][4][34][41]
Der Kleinspitz ist ein kleiner Hund, der meist 3–5 kg wiegt, obwohl die Fogle-basierte Infobox 8–10 kg, japanische Quellen 4–6 kg, polnische Quellen 3,1 kg und portugiesische Quellen 5–10 kg angibt; sein Fell kann weiß, schwarz, braun, orange, wolfsgrau oder in anderen Farben sein. Die japanische Ausgabe beschreibt seine Ohren als in der Form leicht abweichend von denen des modernen Pomeranians, gerundet, aber mit einer Spitze, die wie die Spitze eines Laubblatts geformt ist.[1][4][34][41]
Der Pomeranian, Zwerg- oder Toy-Spitz ist die kleinste Varietät, hat eine Schulterhöhe von 18–24 cm und wiegt meist 1,4–3 kg, wobei in anderen Ausgaben Zahlen von 2–3 kg, 1,9–3,5 kg, 1,0–3,5 kg und etwa 3 kg genannt werden; sein Fell kann weiß, schwarz, braun, orange, wolfsgrau oder in anderen Farben sein. In den letzten Jahren ist eine noch kleinere Variante aufgetaucht, der sogenannte Teacup-Pomeranian mit einem Gewicht von weniger als 1,9 kg, der jedoch von den großen Zuchtbüchern nicht als eigene Varietät anerkannt wird.[1][4][18][32][35]
Die japanische Ausgabe betrachtet die Gruppe als aus sechs Größenmustern anstatt fünf bestehend und führt einen German Toy Spitz von etwa 21 cm und 1,7–2 kg ausschließlich in Scheckung zwischen dem Kleinspitz und dem Zwergspitz auf, der in Pomeranian umbenannt wurde. Sie merkt an, dass es früher einen Streit darüber gab, welcher der beiden den Namen Pomeranian tragen sollte, und als der Name dem Zwergspitz verliehen wurde, erhielt der andere Hund den Namen Toy Spitz und wurde damit neben dem Wolfsspitz die einzige Deutsche Spitz-Varietät mit einem englischen Namen. Derselben Ausgabe zufolge variieren Expertenklassifikationen der Gruppe und wurden in bis zu zehn oder nur vier Abstufungen angegeben, wobei die FCI fünf Varietäten ausschließlich des Toy Spitz anerkennt; wie die Lücke zwischen dem Kleinspitz und dem Pomeranian zu lösen ist, wurde nicht entschieden, wobei der Toy Spitz sie vorläufig ausfüllt, und Toy-Spitz-Enthusiasten protestieren dagegen, dass der Hund wegen seiner Eigenheiten nicht mit einem seiner Nachbarn verschmolzen werden sollte.[41]
Wesen
Der Deutsche Spitz ist lebhaft, wachsam, extrem anhänglich an seinen Besitzer und leicht auszubilden, und der FCI-Standard fügt hinzu, dass er weder ängstlich noch aggressiv ist und keinen Jagdinstinkt besitzt. Er wird oft als robust und meist sehr ruhig beschrieben, aber auch etwas unabhängig und gegenüber Fremden oft ein wenig misstrauisch; er baut starke Bindungen zu seinem Besitzer auf und kann leicht eifersüchtig werden, wenn ihm von Welpenbeinen an keine klaren Richtlinien gegeben werden. Die größeren Typen sind oft sehr mutig und können Fremden gegenüber vorpreschen und gegenüber anderen Hunden dominant sein, während der kleinste Typ, der Pomeranian, ein selbstbewusster Hund ist, der Hunden gegenüber, die größer sind als er, nicht unbedingt mehr Respekt zeigt.[1][3][15][18]
Die Rasse wurde für viele verschiedene Zwecke eingesetzt, traditionell jedoch vor allem als Hofwachthund, weshalb Schärfe und eine misstrauische Haltung gegenüber Fremden wesentliche Elemente ihres Charakters sind. Die moderne Zucht hat zunehmend Hunde hervorgebracht, die zu weich sind und einen Einbrecher fröhlich begrüßen würden, und einige Züchter haben begonnen, Individuen mit Jagdtrieb zu züchten, die in dieser Hinsicht untypische Vertreter der Rasse sind. Außerhalb Deutschlands geht der Trend seit langem zu einem mehr begleiterähnlichen Typ, eine Situation, die bereits 1969 von Werner Jäger, dem damaligen Zuchtleiter der deutschen Rasseorganisation, kommentiert wurde, als er sagte, Enthusiasten in anderen Ländern fänden den deutschen Großspitz und Wolfsspitz zu scharf, aber dies müsse ignoriert und weiche, nervenschwache oder „charakterlose“ Hunde sollten nicht gezüchtet werden.[11]
Neben größerer Statur und anderer Farbe unterscheidet sich der Wolfsspitz vom Großspitz durch seinen kompakteren Körperbau und ein anderes Haarkleid; Ersterer ist offener im Charakter, wenngleich auch starrsinniger, unabhängiger und ernsthafter, während Letzterer schärfer und temperamentvoller, aber auch arbeitsfreudiger ist.[8][10]
Der ursprüngliche Zweck der Rasse bestand darin, die Annäherung von Fremden durch Kläffen anzukündigen, weshalb Spitze dazu neigen, auf ungewohnte Geräusche, auf ihnen unbekannte Menschen auf der Straße und bei Angst mit lautem Bellen zu reagieren. Diese Eigenschaft hat dem Spitz den Ruf eines Kläffers eingebracht und ihn in gewissen Disreput gebracht, obwohl einem richtig erzogenen Hund beigebracht werden kann, nur auf Kommando zu bellen.[15] Russische und italienische Quellen beschreiben die Hunde als sehr intelligent, anhänglich und eifrig, exzellente Freunde und Begleiter, und merken an, dass sie gut mit Kindern auskommen und sich im Gegensatz zu einigen anderen Rassen gut an eine laute Umgebung anpassen; sie warnen zudem davor, dass die kleineren Varietäten zu Fettleibigkeit neigen und extrem leicht zunehmen, weshalb die Ernährung ständige Aufmerksamkeit erfordert.[15][38]
Verwendung und Beschäftigung
Heute ist der Deutsche Spitz in erster Linie ein beliebter Familienhund und in zweiter Linie ein fähiger Gebrauchshund für eine Reihe von Zwecken; von alters her wurde er traditionell als Hofhund genutzt und besitzt nach wie vor hervorragende Qualitäten als Wachhund.[18] Die tschechische Ausgabe beschreibt die Rasse als sehr temperamentvoll und daher für jeden Sport oder kynologische Disziplin geeignet: Selbst die kleinsten, die Zwergspitze, gewinnen Agility-Wettbewerbe oder nehmen an klassischem Gehorsamstraining und Dogdancing teil, während die größeren Größen auch im Rettungsdienst und beim Coursing eingesetzt werden, wobei Spitze in all diesen Bereichen sehr erfolgreich sind. Sie fügt jedoch hinzu, dass der Spitz all dies eigentlich nicht für ein zufriedenes Leben braucht und am glücklichsten ist, wenn er tut, was sein Besitzer tut, sodass er im Alltag ebenso gut einfach ein Begleiter sein kann.[40] Die litauische Ausgabe besagt hingegen, dass Spitze nicht an Zirkusaufführungen oder Hunderennen bzw. Agility-Wettbewerben teilnehmen, und stuft die Rasse bei der Intelligenz von Hunden auf den 23. Platz ein.
Französische Quellen merken an, dass der Deutsche Spitz es leicht toleriert, allein gelassen zu werden, und sich daher gut für das Leben in einer Etagenwohnung eignet, und die persische Ausgabe empfiehlt ihn ebenfalls für das Wohnen in einer Wohnung, wobei sie hinzufügt, dass er drinnen aktiv ist und selbst ein kleiner Garten ausreicht, während er einen täglichen Spaziergang benötigt und seinen Besitzer gerne über eine oder zwanzig Meilen begleitet. Die italienische Ausgabe hält die kleineren Größen für Stadthunde, während die größeren problemlos in einem Garten leben können.[16][38]
Pflege
Das schwere Haarkleid erfordert etwas regelmäßige Arbeit, wenn auch vielleicht weniger als man erwarten würde. Tschechische Quellen beschreiben das Fell als selbstreinigend: Zwergspitz, Kleinspitz, Mittelspitz, Großspitz und Wolfsspitz benötigen überhaupt keinen Schnitt, nur regelmäßiges Kämmen, das während der Mauser häufiger erfolgen muss, wohingegen die sogenannten Pomeranians und Keeshonden durchaus etwas Trimm- und sehr sorgfältige, regelmäßige Fellpflege erfordern. Der FCI-Standard verlangt, dass jegliches Trimmen eines Spitzes unauffällig ist.[15][40] Brasilianische Quellen besagen, dass trotz des langen Haarkleids die Pflegeleichtigkeit der Rasse zu ihrer Beliebtheit beigetragen hat; sie benötigt nur periodisches Bürsten und monatliche Bäder, ohne rassespezifisches Scheren, lediglich die Tasthaare an der Schnauze und die Haare unter den Pfoten werden in Ordnung gebracht; sie fügen hinzu, dass viele Züchter einen quadratischen Hund, der so hoch wie lang ist, für den perfekten Loulou halten, da dies ihm das Aussehen einer Fellkugel verleiht.[32][33] Die persische Ausgabe empfiehlt tägliches Bürsten, um das Verfilzen des Fells zu verhindern, und rät dazu, den Hund von Welpenbeinen an die Pflege zu gewöhnen, während die georgische Ausgabe anmerkt, dass viele Hunde der Rasse das Kämmen ihres Fells nicht mögen und die Rasse Hitze nicht gut verträgt, sich aber leicht an Kälte und das Stadtleben anpasst.
Gesundheit
Der Deutsche Spitz erfreut sich im Allgemeinen guter Gesundheit sowie eines ausgeglichenen Charakters und ist bequem zu halten.[15] Tschechische Quellen geben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren an und stellen fest, dass Vertreter der Rasse im Vergleich zu anderen Hunden häufig ein respektables Alter erreichen, während die norwegische Ausgabe 10 bis 14 Jahre, die georgische Ausgabe 12 bis 13 Jahre und die westpunjabische Ausgabe 11 bis 13 Jahre angibt. Dieselbe tschechische Quelle listet die Leiden auf, die diese aktiven Hunde dennoch häufiger als andere betreffen: Wie viele kleinere Rassen neigen insbesondere Klein- und Zwergspitz zu Patellaluxation; Ellbogendysplasie ist ein weiteres unangenehmes Leiden ähnlicher Art; die Rasse kann zu verschiedenen Formen von Allergien neigen, darunter Futtermittelallergien; Augenerkrankungen sind keine Ausnahmetelle; viele Hunde der Rasse leiden unter Zahnstein und Zahnfleischproblemen, besonders im fortgeschrittenen Alter; und Epilepsie tritt eher selten auf.[40]
Untersuchungen auf Hüftdysplasie wurden in Deutschland nach Vorschlägen der bayerischen und Kölner Landesgruppen des Rasseklubs im September 1981 eingeführt: Ab Anfang 1983 mussten alle für die Zucht verwendeten Groß- und Wolfsspitze auf Hüften geröntgt werden. Bis April 1983 waren 132 Hunde untersucht worden, und auf Basis der Ergebnisse hatten 33 Prozent der Geröntgten eine mittlere oder schwere Hüftdysplasie und konnten nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden.[9] In der Tschechischen Republik ist eine Hüftuntersuchung für Wolfsspitz und Großspitz sowie eine Patellaluxationsuntersuchung für die anderen Varietäten vor der Zuchtzulassung vorgeschrieben.[40]
Gefährdungsstatus und Population
Im Jahr 2003 wurden der Großspitz und der Mittelspitz zusammen mit dem Deutschen Pinscher von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zu vom Aussterben bedrohten Hausrinderrassen – beziehungsweise Haushundrassen – erklärt, wobei der Großspitz als „extrem gefährdet“ eingestuft wurde.[24] Eine Hunderasse gilt als gefährdet, wenn jährlich weniger als 300 Welpen registriert werden. Fast alle verbleibenden Großspitze sind mehr oder weniger miteinander verwandt, und auch der Mittelspitz gilt als stark gefährdet.[9] Seit 2003 behandelt der Schwedische Kennel Club Groß- und Mittelspitz in der Heimat der Rasse gleichermaßen als gefährdete Haustierressourcen.[29]
Einigen Quellen zufolge sind alle Deutschen Spitze vom Verschwinden in ihrer ursprünglichen Form bedroht und jede Varietät erscheint auf der GEH-Roten Liste: Der ursprüngliche Zwergspitz wurde in der Praxis vollständig durch den Pomeranian und der Wolfsspitz durch den Keeshond ersetzt. Dies wird modernen Ausstellungs-Trends zugeschrieben, die die Zucht rein nach dem Äußeren steuern: Zuerst beginnt sich jede Varietät zu verändern, beispielsweise hin zu einem weicheren Schoßhundtemperament, wonach der gesamte Rassetyp abzuflachen beginnt.[12] In Deutschland schwankten die Registrierungszahlen während und nach dem Zweiten Weltkrieg stark: Etwa 1.000 Welpen wurden 1938 und etwa 2.500 im Jahr 1944 registriert; nach einem Rückgang auf etwa 500 im Jahr 1945 kehrten die Zahlen 1946 auf rund 2.500 und 1947 auf bis zu 4.000 zurück. Für diese hohen Zahlen gab es einen klaren Grund, da Spitzwelpen begehrte „Währung“ für Städter waren, die aufs Land reisten, um gegen Nahrung zu tauschen; Geschichten von Städtern überleben, die mit mindestens sechs Welpen im Austausch gegen Kartoffeln und dergleichen auf Höfen einfielen. Zucht zum Tausch war nicht ethisch und Hündinnen wurden bis zum Limit belegt. Ab 1948 wurden Deutsche Spitze wieder ausgestellt, mit beispiellosen 632 Meldungen in jenem Jahr, von denen 305 auf einer einzigen Spezialschau in Mülheim an der Ruhr im April 1948 entfielen, wenngleich in späteren Jahren nur noch etwa 300 pro Jahr gezeigt wurden.[9]
Trotz der Seltenheit der größten Varietäten bleibt die Rasse als Ganzes zahlreich: In einer Erhebung weltweiter Registrierungszahlen in den Jahren 2012/2013 wurde der Deutsche Spitz als eine der zwanzig beliebtesten Hunderassen der Welt genannt.[22] Die bulgarische Ausgabe merkt an, dass Spitze in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich extrem beliebt sind, während persische und georgische Quellen den Deutschen Spitz selbst in seiner Heimat als selten und an Bekanntheit abnehmend beschreiben.
Rechtlicher Status in den Niederlanden
In den Niederlanden ist die Zucht kurzschnauziger Hunde aller Rassen, einschließlich Mischlingen, grundsätzlich als Qualzucht untersagt, wenn die Schnauzenlänge weniger als ein Drittel der Kopfänge beträgt. Eine Mitteilung des niederländischen Ministeriums für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität kündigte an, dass die Durchsetzung dieses Gesetzes mittels Inspektionen beginnen werde, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf allen brachyzephalen Rassen wegen des möglichen brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndroms (BOAS) liege.[25][26]
Die Rasse in der Kultur
Die kleinen Varietäten sind am bekanntesten und werden als Begleithunde sehr geschätzt, und die Rasse begleitete die feine Gesellschaft sowie viele berühmte Persönlichkeiten. Französische Quellen nennen unter den Besitzern von Deutschen Spitzen und insbesondere des Zwergspitzes Georges Courteline, Mozart, Michelangelo, Émile Zola, Katharina II. von Russland, Marie-Antoinette, Joséphine de Beauharnais und Königin Victoria.[16][17] Die norwegische Ausgabe schreibt Königin Victoria zu, den Pomeranian bekannt und beliebt gemacht zu haben, und brasilianische Quellen merken ebenfalls an, dass der Loulou beliebt wurde, weil die Königin ihn als Begleithund hielt.[18][31] Zunächst waren nur weiße und schwarze Spitze bekannt, die orange Farbe trat später auf.[17]
Verwandte Rassen
Spitze wurden jahrhundertelang in ganz Europa gezüchtet und breiteten sich von dort in andere Teile der Welt aus, was Rassen wie den Japanischen Spitz und den American Eskimo Dog hervorbrachte.[23] Ungarische Quellen führen den Volpino Italiano, den Eurasier, den Elo und den Finnischen Spitz als verwandte Rassen auf, und armenische und estnische Quellen stellen den Deutschen Spitz neben den Dänischen Spitz, den Japanischen Spitz, den Indischen Spitz und den Finnischen Spitz.[39] Die englische Einfachheitsausgabe (Simple English), die sich allgemein mit Spitzhunden befasst, merkt an, dass etwa 2.000 Jahre alte Skelette aus der Schweiz zeigen, dass Hunde vom Typ Spitz seit Jahrtausenden in Mitteleuropa leben und diese Hunde die Vorfahren der europäischen Spitztypen wie des Deutschen Spitzes und des Schipperkes sind; sie fügt hinzu, dass der ausgestorbene Seidenspitz eine langhaarige, seidenhaarige weiße Varietät war, die von einer Mischung aus Pomeranian und Malteser abstammen soll, und dass der Bologneserspitz und der Seidenpudelspitz gleichermaßen ausgestorbene Zwerghunde sind.
Wo sich Ausgaben widersprechen (12)
- Russisch: Deutsche Spitze sind die Nachfahren des steinzeitlichen Torfhundes Canis familiaris palustris Ruthimeyer und des späteren Pfahlbauspitzes und gelten als älteste Rasse in Mitteleuropa.
- Tschechisch: Der Deutsche Spitz ist die älteste Hunderasse Mitteleuropas; sein Vorfahre ist der Torfhund der Steinzeit und der spätere Pfahlbauspitz.
- Deutsch: Die Theorie, dass die Spitzfamilie vom prähistorischen Torfhund abstammt, gilt heute als veraltet.
- Schwedisch: Die moderne DNA-Forschung hat gezeigt, dass es keine Beweise für die Behauptung gibt, der Deutsche Spitz sei ein direkter Nachfahre des Torfhundes.
- Norwegisch: Viele glauben, er stamme von den steinzeitlichen Torfhunden und neolithischen Spitzen ab, aber dies ist nicht korrekt; der Hundetyp ist alt, aber Typ und Rasse sind zwei verschiedene Dinge.
- Finnisch: Genauere Studien bewiesen, dass der Schädel und das Skelett des modernen Deutschen Spitzes und des Torfhundes ziemlich unterschiedlich sind und die genetischen Merkmale einander nicht ähnlich genug sind; die Rasse ist antik als Typ, nicht streng als Rasse.
- Englisch: Infobox 40–50 cm; der Text besagt, dass er laut Rassestandard 43–55 cm misst.
- Deutsch: 45 cm ± 5 cm.
- Russisch: 40–50 cm (großer Spitz), Infobox 45 ± 5 cm.
- Französisch: 46 cm ± 4 cm (42–50 cm).
- Norwegisch: Etwa 42–50 cm an der Schulter.
- Japanisch: Etwa 40–41 cm.
- Bulgarisch: Groß: Höhe 40–46 cm.
- Englisch: 30–40 cm.
- Deutsch: 35 cm ± 5 cm.
- Französisch: 34 cm ± 4 cm.
- Tschechisch: 34 cm ± 4 cm.
- Norwegisch: Etwa 30–38 cm.
- Polnisch: 29–35,5 cm.
- Bulgarisch: 29–36 cm.
- Englisch: Meist 17–18 kg.
- Portugiesisch: 15–20 kg.
- Polnisch: 15–25 kg.
- Bulgarisch: 25–28 kg.
- Persisch: 17,5–18,5 kg.
- Englisch: Text: meist 3–5 kg; Infobox: 8–10 kg.
- Japanisch: 4–6 kg.
- Portugiesisch: 5–10 kg.
- Polnisch: 3,1 kg.
- Estnisch: Etwa 4–5 kg.
- Finnisch: Der Verein für Deutsche Spitze wurde 1899 auf Initiative von Charles Kammerer aus Wien gegründet.
- Schwedisch: Der erste Rasseklub wurde 1899 gegründet.
- Norwegisch: Der erste Rasseklub wurde 1935 in Frankreich gebildet; der Rassestandard stammt aus dem Jahr 1990.
- Finnisch: Der Name Zwergspitz wurde 1974 wieder eingeführt, damit der Pomeranian in den Standard aufgenommen werden konnte, und der Keeshond wurde 1994 in den Wolfsspitzstandard integriert.
- Schwedisch: Bei einer Revision des Rassestandards 1997 wurden der Pomeranian und der Keeshond in den Deutschen Spitz integriert.
- Englisch: Fünf verschiedene Varietäten basierend auf Größe und Farbe.
- Japanisch: Es gibt sechs Größenmuster, wobei ein German Toy Spitz zwischen dem Kleinspitz und dem Zwergspitz (heute Pomeranian genannt) steht; die FCI erkennt fünf an, ohne den Toy Spitz.
- Englisch: Die frühesten Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1450 n. Chr.
- Finnisch: Das Wort Spitz taucht zuerst in den Hausregeln des Grafen Eberhard von Sayn von etwa 1450 auf.
- Georgisch: Ein dem Deutschen Spitz ähnelnder Hund wird in deutscher Literatur ab 1540 erwähnt.
- Japanisch: Der Rassenname „Spitz“ wurde im etwa 15. Jahrhundert vergeben.
- Englisch: 1750 schrieb Graf Eberhand zu Sayre Buffon in seiner Naturgeschichte der Vierbeiner, dass Spitzhunde der Vorfahre aller deutschen Rassen jener Zeit waren.
- Malaiisch: 1750 schrieb Graf Eberhand zu Sayre Buffon in seiner Naturgeschichte der Vierbeiner, dass Spitzhunde der Vorfahre aller deutschen Rassen waren.
- Finnisch: Das Wort Spitz taucht in den Hausregeln des Grafen Eberhardt von Sayn von etwa 1450 auf, während Buffon den „Wolfshund“ (chien loup) 1772 beschrieb.
- Tschechisch: Der Deutsche Spitz ist sehr temperamentvoll und für jeden Sport geeignet; selbst Zwergspitze gewinnen Agility-Wettbewerbe, und größere Größen betreiben Rettungsdienst und Coursing sehr erfolgreich.
- Litauisch: Spitze nehmen nicht an Zirkusaufführungen oder Agility-Wettbewerben teil.
- Englisch: FCI-Standard Nr. 97: Deutsche Spitze, 12. November 2019.
- Russisch: FCI-Anerkennungsjahr 1957.
- Portugiesisch: Standard 97, 5. März 1998.
- Norwegisch: Der Rassestandard stammt aus dem Jahr 1990.
- Italienisch: Standard Nr. 97, datiert auf den 3. September 2024.
- Französisch: FCI-Standard Nr. 97, 17. Januar 2013.
- Ungarisch: Standard herausgegeben 1998.
Quellen (29 Wikipedia-Versionen)
Die finnische Ausgabe ist bei weitem die reichhaltigste und fügt eine detaillierte Rassegeschichte hinzu, die aus dem Preußenspitz-Archiv stammt: die Etymologie von Spitz und ältere Namen, die Studer-Rütimeyer-Torfhund-Debatte, die Gründung und Fusion deutscher Rasseklubs, die schrittweise Schaffung der Größen- und Farbvarietäten zwischen 1902 und 2019, Registrierungsstatistiken sowie separate Geschichten für Österreich, die Schweiz, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Frankreich und Japan. Französische, norwegische und schwedische Ausgaben liefern nationale Registrierungsdaten, die Benennung des Keeshonds nach Cornelis de Gyselar, berühmte Besitzer und weltweite Beliebtheitsdaten; russische, italienische, tschechische und litauische Ausgaben ergänzen Exterieurdetails, Fehler, Gesundheitsprobleme, Lebenserwartung, tschechische Zuchtanforderungen und Klubgeschichte; allein die deutsche Ausgabe behandelt das niederländische Kurzschnauzen-Zuchtverbot und allein die japanische Ausgabe behandelt eine sechste „Toy Spitz“-Varietät sowie den Klassifikationsstreit.
Zusammengefügt aus den untenstehenden Wikipedia-Artikeln, jeweils fixiert auf die am 22. September 2026 gelesene Revision. Zusammen enthalten sie 141 Referenzen; der englische Artikel allein hat 5.
Literatur und Quellen
- FCI-Standard No 97: Deutsche Spitze, Fédération Cynologique Internationale, 12 November 2019
- FCI-Standard Nr. 97 Deutsche Spitze (German-language version), Fédération Cynologique Internationale, Thuin, 12 November 2019
- Standard FCI N°97 (French-language version), Fédération Cynologique Internationale, 17 January 2013
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- History of the German Spitz: From antiquity to the 19th century. Preußenspitz – all about the German Spitz breed
- The history of the German Spitz from the 20th century: Milestones from 1900 to the present. Preußenspitz – all about the German Spitz breed
- The Giant Spitz: A breed portrait. Preußenspitz – all about the German Spitz breed
- R.I.P. Giant Spitz! About the disappearance of an ancient breed of dog. Preußenspitz – all about the German Spitz breed
- The "Keeshond" case – About the replacement of the German Spitz by his foreign cousins. Preußenspitz – all about the German Spitz breed
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