Inhalt
- (Nach oben)
- Abgrenzung des Zeitraums
- Hintergrund: Später Franquismus (1969–1975)
- Die Regierung Arias Navarro und die Reform Arias-Fraga (1975–1976)
- Die erste Regierung Suárez und das Gesetz über die politische Reform (1976–1977)
- Die verfassunggebende Periode und die Verfassung von 1978 (1977–1978)
- Die zweite verfassungsmäßige Regierung und die Krise der UCD (1979–1981)
- Der Putschversuch vom 23-F und die Regierung Calvo-Sotelo (1981–1982)
- Die erste sozialistische Regierung und die demokratische Konsolidierung (1982–1986)
- Soziologische und kulturelle Dimensionen
- Historiografische Debatten und historische Erinnerung
- Literatur und Quellen
Der spanische Übergang zur Demokratie war der historische Prozess, in dem Spanien von der Franco-Diktatur zu einer konstitutionellen parlamentarischen Monarchie unter König Juan Carlos I. wechselte. Die Periode begann nach dem Tod von Francisco Franco im November 1975 und war geprägt von institutioneller Reform, breiten Verhandlungen zwischen reformorientierten Eliten und der demokratischen Opposition, der Annahme des Gesetzes über die politische Reform von 1976, den ersten freien Wahlen im Jahr 1977 und der Verfassung von 1978. Sie endete mit den Parlamentswahlen von 1982 und der friedlichen Machtübergabe an die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei.
Abgrenzung des Zeitraums
Historiker haben einen breiten Konsens darüber erzielt, den Beginn des spanischen Übergangs auf den 20. November 1975, den Tag des Todes von Francisco Franco, oder zwei Tage später auf den 22. November 1975 zu datieren, als Juan Carlos I. vor dem franquistischen Parlament zum König von Spanien ausgerufen wurde.[1][2] Einige Historiker schlagen frühere Startdaten vor, wie die Ermordung von Premierminister Luis Carrero Blanco am 20. Dezember 1973 angesichts seiner zentralen Rolle bei der Sicherung der Kontinuität des Regimes oder die Verabschiedung des Staatsorganischen Gesetzes im Jahr 1966.[2][3] Der Übergang war Teil der von Samuel P. Huntington theoretisierten dritten Welle der Demokratisierung, die im April 1974 mit der Nelkenrevolution in Portugal begann und 1989 mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa endete.[4]
Hinsichtlich des Endes des Übergangs besteht beträchtliche Debatte.[5][6][7] Einige Gelehrte betrachten ihn mit der ersten demokratischen Parlamentswahl am 15. Juni 1977 als abgeschlossen.[8][9] Andere datieren sein Ende auf die Annahme und Verkündung der Spanischen Verfassung von 1978 im Dezember desselben Jahres, welche die rechtliche Transformation des Staates vollendete.[10][11] Alternative Vorschläge markieren das Ende der Periode mit den ersten Verfassungswahlen im März 1979 oder dem Scheitern des militärischen Putschversuchs vom 23-F am 23. Februar 1981, was zeigte, dass ein bewaffneter Aufstand den demokratischen Prozess nicht umkehren konnte.[9][11]
Die vorherrschende Ansicht unter Historikern verortet das Ende des Übergangs im Oktober 1982, als die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) bei den Parlamentswahlen eine absolute Mehrheit errang.[9][12][13] Diese Wahl brachte den ersten friedlichen Wechsel der Exekutivmacht von einer Regierung aus dem franquistischen Apparat zu einer aus der demokratischen Opposition hervorgegangenen Regierung mit sich.[13][14][15] Andere Autoren dehnen den Übergang bis zum 1. Januar 1986 aus, als Spanien formell der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beitrat und ein Referendum über die NATO-Mitgliedschaft abhielt.[9][16] Eine Minderheitsthesis dehnt die Periode bis zu den Parlamentswahlen 1996 aus, die von der Volkspartei gewonnen wurden, während kritische Perspektiven argumentieren, dass der Übergang unvollständig bleibt, da die unter Franco errichtete Monarchie ohne direkte Volksentscheidung über die Staatsform fortbesteht.[9][17][18][19]
Hintergrund: Später Franquismus (1969–1975)
Nach dem Inkrafttreten des Staatsorganischen Gesetzes im Januar 1967 festigte Admiral Luis Carrero Blanco seine Position als faktischer Stellvertreter der Diktatur, als Franco ihn im September 1967 zum Vizepräsidenten der Regierung ernannte.[20] Carrero Blanco initiierte die Operación Príncipe, die darauf abzielte, Prinz Juan Carlos de Borbón, den Sohn des Thronprätendenten Don Juan de Borbón, als Francos offiziellen Nachfolger zu sichern.[21][22] Am 22. Juli 1969 präsentierte Franco Juan Carlos den franquistischen Cortes als seinen Nachfolger mit dem Titel eines Prinzen von Spanien, was das Parlament mit 491 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen billigte.[23][24] In seiner Rede erklärte Franco, dass durch diese Ernennung alles unter Dach und Fach und gut verschnürt (atado y bien atado) sei.[25][26]
Im Oktober 1969 bildete Franco ein neues Kabinett, das als monocolor-Regierung bekannt ist und fast ausschließlich aus Technokraten bestand, die dem Opus Dei nahestanden oder Carrero Blanco und seinem Berater Laureano López Rodó loyal verbunden waren.[27] Drei reformorientierte Minister, Manuel Fraga, José Solís Ruiz und Fernando María Castiella, wurden aus der Exekutive entfernt.[27] Während der vier Jahre dieses Kabinetts vertieften sich die Spaltungen zwischen den Inmovilistas (dem hartgesottenen Búnker), die jede politische Modifikation ablehnten, und den Aperturistas, die eine kontrollierte institutionelle Reform befürworteten.[28][29][30] Wirtschaftliche Modernisierung und rascher sozialer Wandel kollidierten mit einer autokratischen politischen Struktur und erzeugten Arbeitsunruhen, Studentendemonstrationen und Proteste von Teilen der katholischen Kirche.[31][32]
Im Mai 1973 trat Innenminister Tomás Garicano Goñi wegen der politischen Sackgasse des Regimes zurück, woraufhin Franco reagierte, indem er Carrero Blanco zum Premierminister ernannte und damit zum ersten Mal seit siebenunddreißig Jahren die Positionen des Staatsoberhaupts und des Regierungschefs trennte.[33][34] Carrero Blancos Regierung dauerte sechs Monate.[34] Am Morgen des 20. Dezember 1973 ermordete die ETA Carrero Blanco in Madrid, indem sie eine unterirdische Bombe unter seinem Auto zündete.[35] Vizepräsident Torcuato Fernández-Miranda übernahm vorübergehend die Kontrolle über die Exekutive, wodurch verhindert wurde, dass Hardliner-Frakcje extreme Maßnahmen ergriffen, und das Militär wurde nicht eingesetzt.[35] Das Attentat eröffnete die tiefste politische Krise des Regimes, indem es die Figur beseitigte, die dazu bestimmt war, die Kontinuität des Franquismus nach dem Tod des Diktators zu sichern.[36]
Im Januar 1974 ernannte Franco Carlos Arias Navarro zum Premierminister, schloss Opus-Dei-Technokraten aus und verteilte die Ministerien unter traditionellen Regimefraktionen.[37] Am 12. Februar 1974 hielt Arias Navarro eine Rede vor den Cortes, in der er begrenzte politische Öffnungen versprach, eine Initiative, die als Geist des 12. Februar bezeichnet wurde.[38][39] Diese Öffnung geriet innerhalb weniger Wochen ins Stocken.[40] Dem Bischof von Bilbao, Antonio Añoveros Ataún, wurde nach der Veröffentlichung eines Hirtenbriefs zur Verteidigung der baskischen kulturellen Identität die Ausweisung angedroht, und am 2. März 1974 wurde der katalanische Anarchist Salvador Puig Antich trotz internationaler Proteste durch Garrote vil hingerichtet.[40][41] Der Sturz der portugiesischen Diktatur in der Nelkenrevolution am 25. April 1974 unterstrich die Isolation des Franquismus.[42] Im Juli 1974 erlitt Franco eine Thrombophlebitis und delegierte seine Befugnisse vorübergehend bis September an Prinz Juan Carlos.[42][43] Am 13. September 1974 tötete eine ETA-Bombe in der Madrider Calle del Correo zwölf Menschen, was die Entlassung des reformorientierten Informationsministers Pío Cabanillas und den aus Solidarität erfolgten Rücktritt von Finanzminister Antonio Barrera de Irimo zur Folge hatte.[44][45]
Oppositionskräfte begannen, sich in geeinten Gremien zusammenzuschließen.[46] Im Juli 1974 kündigte Santiago Carrillo, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE), die Gründung der Junta Democrática in Paris an, die einen demokratischen Bruch (ruptura democrática), politische Amnestie, Gewerkschaftsfreiheit und ein Referendum über die Staatsform forderte.[47][48][49] Im Juni 1975 bildeten moderate Oppositionsgruppen und die PSOE die Plataforma de Convergencia Democrática, die eine ausgehandelte Reform einem insurrektionellen Bruch vorzog und die Bereitschaft äußerte, eine konstitutionelle Monarchie zu akzeptieren.[47][50][51] Sich verschlechternde wirtschaftliche Bedingungen schürten Streiks, die von den illegalen Arbeiterkommissionen (CCOO) organisiert wurden.[52][53] Die terroristische Gewalt von ETA und der Antifaschistisch-Patriotischen Revolutionären Front (FRAP) nahm zu, was im August 1975 zu einem Antiterrordekret führte.[54] Militärgerichte verurteilten elf Militante zum Tod; Franco verweigerte fünf von ihnen die Begnadigung, die am 27. September 1975 durch ein Firing Squad hingerichtet wurden, was internationale Proteste und den Abzug europäischer Botschafter auslöste.[55][56][57]
Am 1. Oktober 1975 hielt die Nationale Bewegung eine Kundgebung auf der Madrider Plaza de Oriente ab, bei der ein gebrechlicher Franco eine angeblich links-maurische Verschwörung anprangerte.[58] Franco erkrankte am 12. Oktober schwer und übertrug die Macht am 30. Oktober auf Prinz Juan Carlos.[59][60] Während dieses Interregnums organisierte König Hassan II. von Marokko den Grünen Marsch marokkanischer Zivilisten, um Spanien zu zwingen, Spanisch-Sahara zu übergeben.[61][62] Am 14. November 1975 unterzeichnete Spanien die Madrider Dreiecksabkommen, in denen es zustimmte, sich aus der Westsahara zurückzuziehen und die Verwaltungskontrolle an Marokko und Mauretanien zu übertragen.[61][62] Franco starb am 20. November 1975 im Alter von 82 Jahren.[63][64] Das einzige ausländische Staats- oder Regierungsoberhaupt bei seiner Beerdigung war der chilenische Diktator Augusto Pinochet.[65] Imelda Marcos, Frau des philippinischen Diktators, nahm ebenfalls teil..[66]
Die Regierung Arias Navarro und die Reform Arias-Fraga (1975–1976)
Nach Francos Tod am 20. November 1975 regierte ein Regentschaftsrat bis zum 22. November, als Juan Carlos de Borbón vor den Cortes Españolas als König Juan Carlos I. ausgerufen wurde.[2][67][68] Nach der Vereidigung auf die Grundgesetze und die Prinzipien der Nationalen Bewegung hielt der König eine Ansprache, in der er Respekt für Franco äußerte, aber zu nationalem Zusammenhalt und politischer Transformation aufrief, ohne den Sieg der Nationalisten im Bürgerkrieg zu feiern.[67][69][70] Antifranquistische Oppositionsführer nahmen die Rede mit Skepsis auf, während Hardliner-Abgeordnete Francos anwesende Tochter beklatschten.[67][71][72] Am 27. November fand in der Kirche San Jerónimo el Real ein Gottesdienst statt, an dem der französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing, der westdeutsche Präsident Walter Scheel, Prinz Philip und US-Vizepräsident Nelson Rockefeller teilnahmen.[66][73] Kardinal Vicente Enrique y Tarancón hielt eine Predigt, in der er den Monarchen aufforderte, über alle Spanier ohne Unterschied zu regieren.[71][74][75] Am 25. November erließ der König eine Amnestie, die gewöhnliche Gefangene und politische Gefangene freisetzte.[76][77]
Am 2. Dezember 1975 ernannte der König Torcuato Fernández-Miranda, seinen ehemaligen Tutor für Staatsrecht, zum Präsidenten der Cortes und des Reichsrates, womit er sich eine strategische Position innerhalb des franquistischen institutionalen Apparats sicherte.[78][79][80] Der König bestätigte jedoch Carlos Arias Navarro als Premierminister.[79][81] Arias bildete am 13. Dezember ein heterogenes Kabinett, dem prominente Reformer wie Manuel Fraga (Inneres), José María de Areilza (Äußeres), Antonio Garrigues (Justiz) und Alfonso Osorio (Präsidentschaft) neben reformistischen ehemaligen Falangisten wie Adolfo Suárez und Rodolfo Martín Villa sowie militärischen Hardlinern wie General Fernando de Santiago angehörten.[82][83] Arias fehlte ein unabhängiges Reformprojekt; er erklärte im Nationalrat der Bewegung, sein Ziel sei die Kontinuität des Franquismus durch Demokratie auf spanische Art (democracia a la española).[84][85][86]
Die Regierung verabschiedete ein von Manuel Fraga ausgearbeitetes Reformprogramm, das als Reform in Kontinuität bekannt ist und darauf abzielte, ein bikamerales Verfassungssystem nach dem Vorbild der kanovistischen Restauration des 19. Jahrhunderts zu errichten.[87][88][89] Fraga visionierte einen gewählten Kongress, der Familien repräsentiert, und einen organischen Senat, der Körperschaften und Provinzen vertritt.[90][91] Abweichende Oppositionskräfte sollten zugelassen werden, aber die Kommunistische Partei war ausgeschlossen.[88][89] Eine gemischte Kommission aus Regierung und Nationalrat wurde gebildet, um Änderungen an drei Grundgesetzen zu überprüfen.[92][93][94] Am 25. Mai 1976 verabschiedeten die Cortes das Versammlungsrecht, das öffentliche Demonstrationen mit vorheriger behördlicher Genehmigung erlaubte.[95][96] Am 9. Juni trat das Gesetz über politische Vereinigungen in Kraft, nachdem Adolfo Suárez den politischen Pluralismus in einer Rede verteidigt hatte, die die Aufmerksamkeit von König Juan Carlos erregte.[95][97][98] Die Reform von Arias-Fraga brach jedoch am 11. Juni zusammen, als die Cortes die Änderung des Strafgesetzbuchs zur Entkriminalisierung politischer Parteien ablehnten und der Nationalrat die bikamerale Verfassungsreform zurückwies.[99][100][101]
Anfang 1976 nahm die soziale Mobilisierung stark zu.[102][103] Zwischen Januar und März verzeichneten offizielle Zahlen 17.455 Streiks, 1.672 Demonstrationen und 283 Sitzblockaden in ganz Spanien.[103][104] Am 3. März 1976 stürmten bewaffnete Polizisten während einer Streikversammlung die Kirche San Francisco in Vitoria, setzten Tränengas ein und schossen mit scharfer Munition; fünf Arbeiter wurden getötet und über hundert verwundet.[105][106][107] Als Reaktion darauf erfasste ein Generalstreik das Baskenland und Navarra.[105] Am 26. März 1976 schlossen sich die Junta Democrática und die Plataforma de Convergencia zur Coordinación Democrática zusammen, die im Volksmund als Platajunta bekannt ist und eine Einheitsfront bildete, die politische amnesty, Legalisierung der Gewerkschaften und Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung forderte.[108][109] Fraga tolerierte, dass die sozialistische Unión General de Trabajadores (UGT) ihren 30. Kongress in Madrid unter dem Deckmantel von Studientagen abhielt, um die Opposition zu spalten, während er den kommunistischen CCOO-Anführer Marcelino Camacho inhaftiert hielt.[110][111] Am 9. Mai 1976 schossen Mitglieder der integristischen carlistischen Fraktion, die Sixto Enrique de Borbón unterstützten, während der jährlichen Carlistenversammlung auf dem Montejurra auf die linke carlistische Fraktion unter Führung seines Bruders Carlos Hugo, wobei zwei Menschen getötet und dreißig ohne polizeiliches Eingreifen verletzt wurden.[112][113]
Arias Navarros Widerstand gegen den demokratischen Wandel führte zu unüberbrückbaren Spannungen mit der Krone.[114][115] Im April 1976 veröffentlichte Newsweek Äußerungen, die König Juan Carlos zugeschrieben wurden und Arias als unumwundenes Desaster bezeichneten.[84][116] Im Juni 1976 sprach der König vor dem US-Kongress in Washington und verpflichtete Spanien zur Errichtung einer repräsentativen Demokratie.[117][118] Am 1. Juli 1976 rief der König Arias Navarro in den Zarzuela-Palast und forderte seinen Rücktritt, den Arias einreichte.[115][119][120] Torcuato Fernández-Miranda manövrierte im Reichsrat, um Adolfo Suárez neben Federico Silva Muñoz und Gregorio López Bravo auf die dem König vorgelegte Dreierliste zu setzen.[119][121][122] Am 3. Juli 1976 ernannte Juan Carlos Suárez zum Premierminister.[123] Die Ernennung stieß bei Führern der demokratischen Opposition und ausländischen Beobachtern auf Enttäuschung; der Kommentator Ricardo de la Cierva bezeichnete sie als Fehler.[124][125]
Die erste Regierung Suárez und das Gesetz über die politische Reform (1976–1977)
Adolfo Suárez bildete ein Kabinett aus jungen Christdemokraten der Tácito-Gruppe wie Landelino Lavilla und Marcelino Oreja sowie ehemaligen falangistischen Reformern, während Veteranen wie Fraga und Areilza eine Teilnahme ablehnten.[126][127][128] Am 16. Juli 1976 gab die Regierung eine Erklärung heraus, in der sie die Volkssouveränität anerkannte, eine Amnestie versprach und ankündigte, vor dem 30. Juni 1977 allgemeine Wahlen abzuhalten.[129][130] Am 30. Juli 1976 wurde ein Dekret über eine teilweise Amnestie erlassen, das 400 wegen politischer und Meinungsdelikte verurteilte Gefangene freisetzte, wobei Gewaltverbrechen ausgenommen blieben.[131][132][133] Torcuato Fernández-Miranda verfasste das Gesetz über die politische Reform (Ley para la Reforma Política), das nach dem Prinzip formuliert wurde, sich durch das Gesetz vom Gesetz zum Gesetz zu bewegen (de la ley a la ley a través de la ley), um rechtliche Vakuums oder militärisches Eingreifen zu verhindern.[134][135] Das am 10. September vom Kabinett gebilligte Gesetz sah eine Zweikammer-Legislative vor, die aus einem Kongress der Abgeordneten mit 350 Sitzen und einem Senat mit 207 Sitzen bestand, die durch allgemeines Wahlrecht gewählt wurden.[136][137][138]
Am 8. September 1976 traf sich Suárez mit der militärischen Führung, um deren Zustimmung zu den geplanten politischen Reformen zu sichern.[139][140] Er versicherte den Generälen, dass die Monarchie und die Einheit Spaniens nicht verhandelbar seien, dass keine Übergangsregierung gebildet werde, keine rückwirkende Rechenschaftspflicht gesucht und revolutionäre Parteien, insbesondere die Kommunistische Partei, nicht legalisiert würden.[140][141] Die Spannungen eskalierten später in diesem Monat, als der stellvertretende Premierminister General Fernando de Santiago Kontakte zu den CCOO ablehnte und Arbeitsreformen entgegenstand.[142] Suárez entließ ihn am 21. September und ernannte General Manuel Gutiérrez Mellado, der reformorientierte Offiziere versetzte und widerspenstige Befehlshaber in den Sicherheitskräften neutralisierte.[142]
Die Cortes debattierten das Gesetz über die politische Reform im November 1976.[138][143] Konservative Prokuratoren unter Führung von Blas Piñar und Pilar Primo de Rivera verteidigten das franquistische System, aber die Regierung nutzte administratives Hebeln, verfahrenstechnische Dringlichkeit und Versprechungen der Wahlteilnahme, um die Versammlung zu überzeugen.[144][145][146] Am 18. November 1976 stimmten die Cortes mit 435 Ja-Stimmen, 59 Nein-Stimmen und 13 Enthaltungen für die Annahme des Gesetzes, was zeitgenössische Beobachter als den institutionellen Selbstmord oder Harakiri des franquistischen Parlaments bezeichneten.[147][148] Am 15. Dezember 1976 wurde das Gesetz einem landesweiten Referendum unterzogen.[133][149] Die Coordinación Democrática befürwortete wegen des Fehlens einer offenen Wahl zwischen Monarchie und Republik eine Enthaltung, aber die Staatsmedien führten eine intensive Kampagne durch, die sich um das Lied Habla, pueblo, habla drehte.[150][151][152] Das Referendum verzeichnete eine Wahlbeteiligung von 77,72 %, wobei 94,2 % mit Ja stimmten, was dem Reformprozess demokratische Legitimität verlieh.[133][149][152]
Die letzte Januarwoche 1977, bekannt als Schwarze Woche (Semana Negra), brachte intensive Destabilisierung.[153] Am 23. Januar ermordeten rechtsextreme Bewaffnete von Fuerza Nueva den Studenten Arturo Ruiz bei einer Amnestiekundgebung, und am folgenden Tag tötete Polizeitränengas die Demonstrantin María Luz Nájera.[153][154] In der Nacht zum 24. Januar überfielen neofaschistische bewaffnete Männer ein Anwaltsbüro für Arbeitsrecht in der Madrider Calle de Atocha, das mit CCOO und der PCE verbunden war, ermordeten fünf Arbeitsrechtsanwälte und verletzten vier weitere.[155] Gleichzeitig entführte die linke Gruppe GRAPO den Staatsratspräsidenten Antonio María de Oriol und den Präsidenten der Militärischen Obersten Justiz, General Emilio Villaescusa, und tötete dabei drei Polizisten.[156] Die PCE organisierte ein diszipliniertes, stilles Begräbnis für die Opfer von Atocha, das Hunderttausende ohne Ausschreitungen auf Madrids Straßen zog und die öffentliche Stimmung gegenüber der kommunistischen Beteiligung an der Politik veränderte.[157][158][159] Am 11. Februar befreite die Polizei beide Geiseln, und Suárez wandte sich an die Nation und wies Forderungen der Rechten nach einem Ausnahmezustand zurück.[160][161]
Das Massaker von Atocha machte den rechtlichen Ausschluss der PCE politisch unhaltbar.[162][163] Suárez initiierte am 27. Februar 1977 im Haus des Journalisten José Mario Armero geheime Verhandlungen mit dem PCE-Generalsekretär Santiago Carrillo.[162][164][165] Carrillo erklärte sich bereit, die Monarchie zu akzeptieren, die rot-goldene Nationalflagge zu befürworten und Straßenproteste als Gegenleistung für die Legalisierung zu mäßigen.[166][167][168] Der Oberste Gerichtshof lehnte die Zuständigkeit für die Statuten der Partei ab und überließ die Entscheidung der Exekutive.[162][169] Am 9. April 1977, während der Osterfeiertage, erließ Suárez ein Dekret zur Legalisierung der PCE, ein Ereignis, das als Roter Karsamstag (Sábado Santo Rojo) bezeichnet wird.[153][162][170] Marineminister Admiral Gabriel Pita da Veiga trat aus Protest zurück, und der Oberste Armeerat gab eine offizielle Note heraus, in der er tiefe Ablehnung äußerte, die Entscheidung jedoch unter militärischer Disziplin akzeptierte.[156][171][172] Carrillo rief am 15. April das PCE-Zentralkomitee zusammen, auf dem die Königs- und Parteiflaggen hingen, und befürwortete formal die parlamentarische Monarchie.[168][173][174] Am 13. Mai kehrte die kommunistische Veteranenführerin Dolores Ibárruri (La Pasionaria) nach 38 Jahren im Exil in Moskau nach Spanien zurück.[175]
Im Frühjahr 1977 wurden die franquistischen Institutionen systematisch abgebaut.[176][177] Am 1. April 1977 wurde die Gewerkschaftsfreiheit per Dekret eingeführt und die Nationale Bewegung aufgelöst, wobei deren Presse- und Rundfunkvermögen an die Staatsverwaltung übertragen wurde.[177][178][179] Am 28. April wurden unabhängige Gewerkschaftsverbände wie CCOO und UGT legalisiert, während die franquistische Einheitsgewerkschaft (OSE) in eine Übergangsverwaltung umgewandelt wurde.[179][180][181] Das repressive Gericht für die öffentliche Ordnung (TOP) war im Januar abgeschafft und durch die Audiencia Nacional für Terrorismus und landesweite Delikte ersetzt worden.[182] Am 14. Mai 1977 verzichtete Don Juan de Borbón im Zarzuela-Palast zugunsten von König Juan Carlos I. auf seine dynastischen Rechte, womit er die historische dynastische Legitimität mit der konstitutionellen Legitimität vereinte.[183][184][185] Ende Mai trat Torcuato Fernández-Miranda als Präsident der Cortes zurück und beendete seine parlamentarische Laufbahn.[186][187] Im Baskenland führte eine Amnestiewoche vom 8. bis 15. Mai zu sieben Toten bei Polizeikonfrontationen, obwohl der politisch-militärische Flügel der ETA am 20. Mai eine teilweise Waffenruhe ankündigte.[188][189][190]
Die verfassunggebende Periode und die Verfassung von 1978 (1977–1978)
Am 18. März 1977 erließ die Regierung das Wahlgesetz, das das D'Hondt-Verhältniswahlsystem mit einer provinziellen Basis von zwei Sitzen für den Abgeordnetenkongress einführte, eine Struktur, die ländliche, konservative Provinzen gegenüber industriellen Zentren bevorzugte.[191][192] Für den Senat wurde ein Mehrheitswahlrecht mit 41 Sitzen für königliche Ernennungen eingerichtet.[183] Am 15. Juni 1977 hielt Spanien seine ersten freien Parlamentswahlen seit Februar 1936 ab, bei einer Wahlbeteiligung von 78,83 %.[193][194] Adolfo Suárez' Zentrumsunion (UCD), ein Bündnis aus Christdemokraten, Liberalen und Sozialdemokraten, gewann eine Pluralität von 34,61 % der Stimmen und 165 Sitze, wodurch sie elf Sitze an einer absoluten Mehrheit verfehlte.[195][196] Die PSOE erwies sich mit 29,27 % und 118 Sitzen als die dominierende linke Partei, während die PCE mit 9,38 % und 20 Sitzen marginalisiert wurde.[197] Manuel Fragas konservative Volksallianz (AP), die aus sieben ehemaligen franquistischen Ministern bestand, errang 8,33 % und 16 Sitze, während das Christdemokratische Team den Einzug verfehlte.[198][199][200][201] Regionale Parteien zeigten lokale Stärke: Das Demokratische Bündnis für Katalonien errang 11 Sitze und die Baskische Nationalistische Partei (PNV) 8.[200][202] Am 21. Juni 1977 löste sich die Spanische Republikanische Regierung im Exil in Paris auf.[203][204]
Die neu gewählten Cortes widmeten sich der Forderung nach politischer Amnestie und verabschiedeten am 15. Oktober 1977 das Amnestiegesetz.[205][206] Unterstützt von UCD, PSOE, PCE und regionalen Parteien bei Enthaltung der AP befreite das Gesetz alle verbliebenen politischen Gefangenen einschließlich der wegen Gewaltverbrechen und Bluttaten Verurteilten.[77][205][207] Das Gesetz gewährte auch franquistischen Beamten und Sicherheitskräften Immunität für während des Bürgerkriegs und der Diktatur begangene Verbrechen.[77][206][207] Der kommunistische Abgeordnete Marcelino Camacho verteidigte das Gesetz im Parlament als Gründungsakt der nationalen Versöhnung.[208][209] Historiker haben diesen Konsens Pakt des Vergessens (pacto del olvido) genannt, der rückwirkende strafrechtliche Rechenschaftspflicht und Übergangsjustiz vermied, um die Stabilität zu wahren.[77][207][210][211] Am 21. Dezember 1977 schaffte die Regierung den franquistischen Nationalfeiertag zur Erinnerung an den Militäraufstand vom 18. Juli 1936 ab.[212][213]
Die internationale Wirtschaftskrise aus dem Ölschock von 1973 traf Spanien 1977 stark und trieb die Inflation auf 26,4 %, die Auslandsschulden auf 14 Milliarden Dollar und die Arbeitslosigkeit auf über 800.000.[214][215][216][217] Zur Stabilisierung der Wirtschaft handelte Wirtschaftsminister Enrique Fuentes Quintana die Moncloa-Pakte mit allen Parlamentsparteien aus, die am 25. Oktober 1977 im Moncloa-Palast unterzeichnet wurden.[216][218][219][220] Die Vereinbarungen implementierten an die prognostizierte statt an die vergangene Inflation gekoppelte Lohnkontrollen, reduzierten die öffentlichen Ausgaben und werteten die Peseta ab, während sie kompensatorische soziale Maßnahmen anboten, darunter erweiterte öffentliche Bildung, Arbeitslosenunterstützung, eine von Francisco Fernández Ordóñez entworfene progressive Steuerreform sowie die Entkriminalisierung von Ehebruch und Verhütungsmitteln.[221][222][223] Die wichtigsten Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT billigten den Pakt, obwohl der neu gegründete Arbeitgeberverband CEOE seine sozialen Komponenten ablehnte.[224] Die Inflation sank von 26,4 % im Jahr 1977 auf 16,5 % im folgenden Jahr.[215] Der Arbeitskonflikt ging jedoch nicht zurück, und die Zahl der Streiks stieg weiter an, bis sie 1979 ihren Höchststand erreichte..[215][225]
Die regionale Frage erforderte eine sofortige Lösung.[226] Am 27. Juni 1977 traf sich Suárez mit Josep Tarradellas, dem Präsidenten der Generalitat von Katalonien im Exil.[227] Am 29. September 1977 erließ die Regierung ein Gesetzesdekret, das die Generalitat provisorisch wiederherstellte, und Tarradellas kehrte am 23. Oktober nach Barcelona zurück, wo er vom Palastbalkon aus mit dem Satz Ciutadans de Catalunya, ja sóc aquí zu einer Menge sprach.[204][228][229] Im Baskenland, wo Exilführer Jesús María Leizaola eine ähnliche Regelung ablehnte, verhandelte die Regierung mit der Versammlung der baskischen Parlamentarier, was im Dezember 1977 zur Gründung des Baskischen Generalrats unter dem Sozialisten Ramón Rubial führte, während Navarra nicht beitrat.[230][231] Die Regierung richtete daraufhin in allen spanischen Regionen provisorische Autonomieregime ein, um Asymmetrien zu verhindern.[232]
Der Abgeordnetenkongress bildete einen Unterausschuss aus sieben Mitgliedern (die Ponentes oder Väter der Verfassung), um die neue Verfassung auszuarbeiten: Gabriel Cisneros, Miguel Herrero de Miñón und José Pedro Pérez-Llorca (UCD); Gregorio Peces-Barba (PSOE); Jordi Solé Tura (PCE-PSUC); Manuel Fraga (AP); und Miquel Roca (katalanische Minderheit).[233][234][235] Die PNV wurde ausgeschlossen, nachdem die UCD es abgelehnt hatte, einen Sitz abzutreten.[236] Die Verhandlungen stützten sich auf bilaterale Kompromisse zwischen Fernando Abril Martorell (UCD) und Alfonso Guerra (PSOE).[237] Zu den wichtigsten Konsenspunkten gehörten die Definition Spaniens als parlamentarische Monarchie, die Anerkennung von Nationalitäten und Regionen innerhalb einer unauflöslichen spanischen Nation (Artikel 2), der Schutz der Religionsfreiheit bei gleichzeitiger Erwähnung der katholischen Kirche (Artikel 27) sowie die mehrdeutige Formulierung des Rechts auf Leben, die sowohl Abtreibungsgegnern als auch Befürwortern Interpretationsspielraum ließ.[238][239][240] Am 31. Oktober 1978 billigten die Cortes den Text, wobei der Kongress mit 325 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen (darunter die PNV) stimmte.[241] Am 6. Dezember 1978 ratifizierte ein nationales Referendum die Verfassung mit 87,78 % Ja-Stimmen und einer Wahlbeteiligung von 67,11 %, obwohl im Baskenland die Enthaltungskampagne der PNV zu einer Zustimmung von 43,6 % und hoher Enthaltsamkeit führte.[10][242][243] König Juan Carlos verkündete die Verfassung am 27. Dezember, und sie trat mit ihrer Veröffentlichung am 29. Dezember 1978 in Kraft.[10][244]
Die zweite verfassungsmäßige Regierung und die Krise der UCD (1979–1981)
Nach dem Inkrafttreten der Verfassung löste Suárez die Cortes auf und setzte für den 1. März 1979 eine Parlamentswahl an.[245] Die Ergebnisse bestätigten das unvollkommene Zweiparteiensystem: Die UCD belegte mit 34,84 % und 168 Sitzen den ersten Platz, während die PSOE 30,40 % und 121 Sitze errang, womit beide eine absolute Mehrheit verfehlten.[246][247][248] Coalición Democrática (die umbenannte AP) fiel auf 9 Sitze zurück, die PCE errang 23 Sitze, und baskische Radikalnationalisten zogen ins Parlament ein, wobei Herri Batasuna 3 Sitze und Euskadiko Ezkerra 1 Sitz errang.[246][247][249] Bei den Kommunalwahlen vom 3. April 1979 verschafften Pakte zwischen PSOE und PCE der Linken die Kontrolle über wichtige Stadträte: Enrique Tierno Galván wurde Bürgermeister von Madrid, Narcís Serra Bürgermeister von Barcelona und Julio Anguita der erste kommunistische Bürgermeister von Córdoba.[250][251] Die Wahlbeteiligung ging 1979 zurück, was eine wachsende öffentliche Ernüchterung (desencanto) über die politischen Eliten inmitten wirtschaftlicher Stagnation und anhaltender Gewalt widerspiegelte.[246][252][253]
Die Wahlniederlage verschärfte den internen Konflikt innerhalb der PSOE.[254] Auf dem 28. Kongress im Mai 1979 lehnten die Delegierten Felipe Gonzáles' Antrag ab, den Marxismus aus der ideologischen Definition der Partei zu streichen, woraufhin González als Generalsekretär zurücktrat.[255] Auf einem außerordentlichen Kongress im September 1979 wurde González wiedergewählt, nachdem sich die Partei als klassenbezogen, massenhaft, demokratisch und föderal neu definiert und den Marxismus lediglich als undogmatisches Kritisches Instrument behandelt hatte.[256] Organisatorische Änderungen stärkten die Provinzverbände gegenüber den Ortsvereinen und festigten die Kontrolle von González und dem stellvertretenden Generalsekretär Alfonso Guerra.[257] Die Partei nahm eine moderate sozialdemokratische Ausrichtung an, die städtische Mittelschichtwähler ansprach und eine glaubwürdige Alternative zur UCD darstellte.[258][259]
Suárez priorisierte regionale Autonomiestatute.[260] Im Sommer 1979 verhandelte er mit Carlos Garaikoetxea das Baskische Autonomiestatut (Statut von Guernica), das weitreichende regionale Befugnisse, die Ertzaintza-Regionalpolizei und Wirtschaftsabkommen (conciertos económicos) einrichtete.[261] Es wurde in einem Referendum am 25. Oktober 1979 von 90,3 % der Wähler bei einer Wahlbeteiligung von 59,7 % gebilligt.[261] Am selben Tag wurde das Autonomiestatut von Sau für Katalonien in einem Referendum mit 88,1 % Zustimmung verabschiedet.[261][262] 1980 brachten Regionalwahlen nationalistische Parteien an die Macht: die PNV unter Garaikoetxea im Baskenland und Convergència i Unió (CiU) unter Jordi Pujol in Katalonien.[263][264] Als jedoch Andalusien versuchte, sich die gleiche hochrangige Autonomie durch das Schnellverfahren von Artikel 151 zu sichern, warb die UCD-Regierung für Enthaltung.[265][266][267] Das Referendum am 28. Februar 1980 wurde in sieben Provinzen angenommen, verfehlte jedoch eine absolute Mehrheit der Wählerschaft in Almería, was eine politische Krise auslöste, die zum Rücktritt von Kulturminister Manuel Clavero Arévalo führte und die UCD-Unterstützung im Süden Spaniens errodieren ließ.[263][266]
Zwischen 1978 und 1980 erreichte die politische Gewalt ihre höchste Intensität.[268][269] Die ETA tötete 1978 68 Menschen, 1979 84 und 1980 93, wobei viele ihrer Opfer Offiziere, Guardia-Civil-Angeordnete und Polizisten waren.[232][268][269][270] Die bewaffnete Gruppe GRAPO setzte Morde und Bombenanschläge fort, während rechtsextreme Gruppen (die Apostolische Antikommunistische Allianz und die Krieger von Christus König) gewaltsame Angriffe mit Billigung hartgesottener Polizeisektoren verübten.[271] Der zweite Ölschock von 1979 verdoppelte die Energiepreise und trieb die spanische Arbeitslosigkeit auf 12 % und die Inflation auf 16,55 %.[272][273] Im Mai 1980 brachte die PSOE ein Misstrauensvotum gegen Suárez ein.[274][275] Obwohl es im Kongress mit 166 zu 152 Stimmen abgelehnt wurde, hob die im Fernsehen übertragenen Debatte Felipe González in den Meinungsumfragen über Suárez.[274][275][276][277]
Die UCD brach in konkurrierende ideologische Fraktionen auseinander.[274][278] Christdemokraten widersetzten sich Reformen, insbesondere dem von Justizminister Francisco Fernández Ordóñez eingebrachten Scheidungsgesetz, und bildeten einen Rebellenblock unter der Führung von Miguel Herrero de Miñón und Óscar Alzaga.[274][279] Rechtsextreme Zeitungen wie das Almendros-Kollektiv in El Alcázar agitierten unter Berufung auf den Putsch in der Türkei vom September 1980 offen für ein militärisches Eingreifen.[280][281] Angesichts wachsender Isolation, schwindender königlicher Unterstützung und akuter Parteispaltung kündigte Adolfo Suárez am 29. Januar 1981 im Fernsehen seinen Rücktritt als Premierminister und UCD-Vorsitzender an und erklärte, er wolle nicht, dass das demokratische System eine Klammer in der Geschichte Spaniens sei.[282][283][284] UCD-Barone wählten den stellvertretenden Premierminister Leopoldo Calvo-Sotelo zu seinem Nachfolger.[285][286][287] Calvo-Sotelo verfehlte im ersten Investiturwahlgang am 22. Februar eine absolute Mehrheit, sodass die Abstimmung am nächsten Tag, dem 23. Februar 1981, wiederholt werden musste, als eine einfache Mehrheit ausreichte..[288][289]
Der Putschversuch vom 23-F und die Regierung Calvo-Sotelo (1981–1982)
Am Nachmittag des 23. Februar 1981 führte Oberstleutnant Antonio Tejero 200 bewaffnete Guardia-Civil-Offiziere während der Investiturabstimmung für Leopoldo Calvo-Sotelo in den Abgeordnetenkongress, feuerte Schüsse in die Decke und hielt die Regierung und das Parlament als Geiseln fest.[13][289][290] Gleichzeitig erklärte Generalleutnant Jaime Milans del Bosch den Ausnahmezustand in der III. Militärregion in Valencia und rollte mit Panzern auf die Straßen.[291] Die Verschwörung verband zwei verschiedene Pläne: Milans del Bosch und Tejero strebten eine Militärjunta an, während General Alfonso Armada, ehemaliger Sekretär des Königs, eine von ihm geführte Allparteien-Einheitsregierung installieren wollte.[291][292][293] Armada betrat das Parlamentsgebäude, um sein Einheitskabinett vorzuschlagen, aber Tejero lehnte den Plan ab, weil er Sozialisten und Kommunisten einschloss.[294][295]
König Juan Carlos intervenierte entschlossen, um den Aufstand zu stoppen.[294] Er kontaktierte Generalkapitäne in ganz Spanien und befahl ihnen, ihre Einheiten in den Kasernen zu halten, während General Guillermo Quintana Lacazzi die strategische Panzereinheit Brunete in Madrid sicherte.[294] Eine administrative Notstandsregierung aus Staatssekretären übernahm die zivile Autorität.[294] Um 1:14 Uhr am 24. Februar erschien der König in der Uniform des Generalkapitäns im nationalen Fernsehen, befahl dem Militär, die verfassungsmäßige Ordnung zu verteidigen, und bekräftigte, dass die Krone keine gewaltsame Störung der Demokratie dulden werde.[296] Milans del Bosch zog seine gepanzerten Kräfte zwei Stunden später zurück, und Tejero ergab sich am Mittag und ließ die Geiseln frei.[297][298] Am 27. Februar marschierten eine Million Menschen in Madrid und eine halbe Million in Barcelona zur Unterstützung der Verfassung.[299][300] Die Aktionen des Monarchen legitimierten den Thron in der öffentlichen Meinung und ließen das politische Phänomen des Juancarlismo entstehen.[301]
Am 25. Februar 1981 bestätigte der Abgeordnetenkongress Leopoldo Calvo-Sotelo mit 186 gegen 158 Stimmen als Premierminister.[302] Sein Kabinett war das erste seit der Zweiten Republik, das keine Militärminister enthielt; Alberto Oliart wurde zum Verteidigungsminister ernannt.[280][303] Die Regierung klagte zweiunddreißig Offiziere und einen Zivilisten an, die in den 23-F-Putsch verwickelt waren, und der Oberste Gerichtshof erhöhte die Haftstrafen für Tejero, Armada und Milans del Bosch auf dreißig Jahre.[304][305][306] Um militärische Ängste hinsichtlich regionaler Fragmentierung zu bewältigen, unterzeichneten UCD und PSOE am 31. Juli 1981 ein Abkommen, das zum Organgesetz zur Harmonisierung des Autonomieprozesses (LOAPA) führte, welches die Befugnisse zwischen autonomen Gemeinschaften ausglich und das Schnellverfahren von Artikel 151 schloss.[307][308] Nationale Parteien fochten das Gesetz an, und im August 1983 erklärte das Verfassungsgericht den Titel I für verfassungswidrig.[309][310] An der Arbeitsfront unterzeichneten Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften 1981 das Nationale Beschäftigungsabkommen (ANE), und im Februar 1982 führten Verhandlungen mit Mario Onaindia dazu, dass sich die politisch-militärische Fraktion der ETA (ETA-pm) auflöste und in die parlamentarische Politik eintrat.[311][312]
In der Außenpolitik führte Calvo-Sotelo Spanien in die westlichen Verteidigungsstrukturen.[313][314] Am 29. Oktober 1981 stimmte der Kongress mit 186 zu 146 Stimmen für den Beitrittsantrag zur NATO und beendete damit die von Suárez bevorzugte blockfreie Haltung.[315][316] Die PSOE kämpfte unter dem mehrdeutigen Slogan NATO, vorerst nein (OTAN, de entrada no) gegen den Beitritt und forderte ein Volksreferendum, was die öffentliche Unterstützung für die NATO auf 17 % sinken ließ.[315][317] Die Kampagne änderte nichts an der Meinung der Regierung, und am 6. Juni 1982 nahm der in Bonn tagende Nordatlantikrat Spanien als sechzehnten Mitgliedstaat der NATO auf..[316] Gleichzeitig stoppte die Regierung auf amerikanischen diplomatischen Druck hin das Projekt Islero, Spaniens geheimes nukleares Entwicklungsprogramm, und unterstellte Nuklearanlagen am 1. April 1981 den Sicherheitsvorkehrungen der Internationalen Atomenergie-Organisation.[318][319]
Die Regierung Calvo-Sotelo stieß auf akute interne und soziale Krisen.[320][321] Im Frühjahr 1981 vergiftete ein Ausbruch des Syndroms des toxischen Öls, verursacht durch den illegalen Vertrieb von industriellem Rapsöl für den menschlichen Verzehr, zwischen 12.000 und 20.000 Menschen und tötete Hunderte, was einen gesundheitlichen Notstand auslöste, der den Gesundheitsminister zum Rücktritt zwang.[321][322] Das Scheidungsgesetz spaltete die UCD: Die Christdemokraten lehnten wie die katholische Kirche die Legalisierung ab, und als sie versuchten, eine mit der Kirchenhierarchie vereinbarte Härtefallklausel hinzuzufügen, stimmte der sozialdemokratische Sektor im Senat mit der Opposition und lehnte sie ab..[274][323] Die UCD zerfiel in rivalisierende Fraktionen: Sozialdemokraten unter Fernández Ordóñez gründeten die Partei Demokratische Aktion und verbündeten sich mit der PSOE, Christdemokraten unter Óscar Alzaga gründeten die Volkspemokratische Partei (PDP), und Adolfo Suárez verließ die UCD im Juli 1982, um das Demokratische und Soziale Zentrum (CDS) zu gründen.[324][325][326] Nach herben Niederlagen bei den Regionalwahlen in Galicien im Oktober 1981 und den Wahlen in Andalusien im Mai 1982 löste Calvo-Sotelo das Parlament am 27. August 1982 auf und rief Parlamentswahlen aus.[327][328][329]
Die erste sozialistische Regierung und die demokratische Konsolidierung (1982–1986)
Die Parlamentswahl vom 28. Oktober 1982 verzeichnete eine Wahlbeteiligung von 79,8 %, die höchste in der spanischen demokratischen Geschichte.[330] Unter dem Slogan Für den Wandel (Por el cambio) errang die PSOE einen Erdrutschsieg und gewann 48,11 % der Stimmen und eine absolute Mehrheit von 202 Sitzen im 350-köpfigen Abgeordnetenkongress.[331][332] Manuel Fragas Volksallianz (AP) sprang von 9 auf 106 Sitze und wurde zur wichtigsten konservativen Oppositionskraft.[331][332] Die UCD wurde dezimiert, fiel von 168 auf 11 Sitze und löste sich Anfang 1983 auf.[332] Die PCE fiel von 23 auf 4 Sitze, was zum Rücktritt von Santiago Carrillo führte, während die extreme Rechte ihren einzigen parlamentarischen Vertreter verlor, da sich Blas Piñars Fuerza Nueva auflöste.[331][332][333][334] Die Wahl von 1982 brachte ein Parteiensystem mit einer dominanten Partei hervor, ersetzte die UCD durch die AP auf der politischen Rechten und bewirkte die erste Übertragung der Exekutivgewalt an die Linke seit dem Bürgerkrieg von 1936, womit der Übergangszyklus abgeschlossen wurde.[13][335][336][337]
Das von Premierminister Felipe González gebildete Kabinett schritt zur Beseitigung des militärischen Insurrektionismus.[338] Verteidigungsminister Narcís Serra erließ das Gesetz über den Armeestab, das leitende Offiziersposten um 20 % reduzierte und die aktiven Befehlshaber von 66.000 im Jahr 1982 auf 57.600 bis 1991 senkte.[339] Das Organgesetz über Verteidigung und militärische Organisation von 1984 unterstellte den Generalstab der zivilen Ministergewalt und schuf den Chef des Verteidigungsstabes (JEMAD).[338][340] Die Militärgerichtsbarkeit wurde in eine spezialisierte Kammer des Obersten Gerichtshofs integriert, und die territorialen Militärregionen wurden von neun auf sechs reduziert.[341] Im Juni 1985 entdeckten und zerschlugen Geheimdienste eine letzte militärische Putschverschwörung, die Sprengstoff unter der königlichen Ehrentribüne während der Parade zum Tag der Streitkräfte in La Coruña zünden sollte, ein Vorfall, der über ein Jahrzehnt lang vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.[342]
Am 12. Juni 1985 unterzeichnete Spanien den Beitrittsvertrag zu den Europäischen Gemeinschaften im Königspalast in Madrid und schloss damit acht Jahre Verhandlungen ab, die wegen französischer Agrarbedenken unter Präsident Giscard d'Estaing bis zur Klärung mit François Mitterrand ins Stocken geraten waren.[343][344] Am 1. Januar 1986 traten Spanien und Portugal offiziell der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei, womit Jahrzehnte diplomatischer und wirtschaftlicher Isolation endeten.[343][344][345] Nach früherer Ablehnung der NATO überzeugte Felipe González den 30. PSOE-Kongress im Dezember 1984 davon, dass Spanien unter drei Bedingungen im Bündnis bleiben sollte: Nichteinbindung in die einheitliche militärische Kommandostruktur, Verbot der Stationierung oder Lagerung von Kernwaffen und schrittweise Reduzierung der US-Militärbasen.[346] Außenminister Fernando Morán trat aus Meinungsverschiedenheit zurück.[346] Am 12. March 1986 hielt die Regierung ein Referendum über die NATO-Mitgliedschaft ab.[347] Das Ja-Lager setzte sich mit 52,5 % gegenüber 39,8 % Nein durch, obwohl in Katalonien, dem Baskenland, Navarra und den Kanarischen Inseln Nein-Mehrheiten verzeichnet wurden.[347] Der Sieg stärkte Gonzáles' politische Autorität und führte zu einem weiteren absoluten Sieg bei den Parlamentswahlen im Juni 1986.[348]
Die sozialistische Regierung setzte strukturelle wirtschaftliche und soziale Reformen um. Angesichts industrieller Veralterung und fiskalischer Ungleichgewichte unternahm die Exekutive eine industrielle Umstellung im Schiffbau, in der Stahlindustrie und im Textilsektor, was Arbeiterentlassungen und gewaltsame Arbeitskämpfe in nordspanischen Industriehäfen auslöste.[349] Im Hochschulwesen gewährte das Universitätsreformgesetz von 1983 institutionelle Autonomie, während die Grund- und Sekundarschulbildung 1985 bis zum vierzehnten und 1990 unter dem LOGSE bis zum sechzehnten Lebensjahr zur Pflicht gemacht wurde.[350] Bis 1988 übertrug die Dezentralisierung der öffentlichen Ausgaben 20 % des nationalen Haushalts auf die siebzehn autonomen Gemeinschaften und verwandelte Spanien von einer zentralisierten Diktatur in einen der politisch dezentralisiertesten Staaten Europas.[351][352]
Soziologische und kulturelle Dimensionen
Das soziale Klima des Übergangs war von sich verändernder Massenmobilisierung geprägt.[32] In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren veranstalteten Nachbarschaftsvereinigungen, Studentenbewegungen und Gewerkschaften Straßendemonstrationen, Streiks und Versammlungen und übten ständigen Druck auf das Regime aus.[32][353][354][355] Sobald jedoch der institutionelle Reformprozess unter Suárez 1976 begann und die Moncloa-Pakte 1977 unterzeichnet wurden, monopolisierten die politischen Parteien die Entscheidungsfindung.[356] Dies führte zu politischer Demobilisierung und wachsender öffentlicher Entfremdung (desencanto), die ein bleibendes Merkmal des spanischen politischen Lebens in der demokratischen Ära blieb.[252][357][358] Auch demografische Veränderungen spielten eine Rolle: Die an die Macht gelangte Generation hatte nicht im Bürgerkrieg gekämpft, was die Verhandlungen zwischen den Eliten über vergangene ideologische Spaltungen erleichterte.[352][359][360]
Die Transformation der Bürgerrechte brachte gesellschaftlichen Wandel mit sich, insbesondere für Frauen.[361] Nach franquistischem Zivilrecht unterstanden verheiratete Frauen der Ehegenehmigung (permiso marital), die die Zustimmung des Ehepartners verlangte, um Bankkonten zu eröffnen, Arbeit zu suchen, Reisepässe zu erhalten oder Immobilientransaktionen einzuleiten.[361] Die Moncloa-Pakte von 1977 beinhalteten die Entkriminalisierung von Ehebruch und Verhütungsmitteln.[222] Frauen in Spanien besitzen heute volle Rechte und rechtliche Gleichstellung..[361] Die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg von unter 30 % im Jahr 1975 auf über 40 % im darauffolgenden Jahrzehnt, und die Immatrikulation von Frauen an Universitäten expandierte rasch und übertraf schließlich die der Männer.[361]
Die spanische Medienlandschaft durchlief eine Umstrukturierung.[362] Das repressive Presserecht von 1966 wurde abgeschafft, die offizielle Zensur im April 1977 aufgehoben und verfassungsmäßige Garantien für die Informationsfreiheit erlassen.[177][363] Am 4. Mai 1976 veröffentlichte die progressive Tageszeitung El País ihre erste Ausgabe und wurde zu einer einflussreichen Stimme für demokratische Reform.[362][364] Die staatlichen Rundfunk- und Fernsehmonopole wurden schrittweise modifiziert, und regionale autonome Gemeinschaften richteten ihre eigenen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ein, wie TV3 in Katalonien und ETB im Baskenland.[362]
Kulturelle Liberalisierung fand ihren Ausdruck in der urbanen Bewegung der La Movida Madrileña.[365][366] Die in Madrid mit Unterstützung von Bürgermeister Enrique Tierno Galván entstehende und nach Barcelona, Bilbao und Vigo ausstrahlende Movida brach mit moralischem Konservatismus und militanter politischer Kunst und umarmte Punk, New-Wave-Musik, experimentelle Mode und provokantes Kino.[365][366][367] Figuren wie der Filmemacher Pedro Almodóvar und der Schriftsteller Gregorio Morales spiegelten diesen säkularen, hedonistischen Zeitgeist wider.[366][367] Diese Gegenkulturexplosion fiel mit der raschen Säkularisierung der spanischen Gesellschaft zusammen, da der Kirchgang abnahm und der kirchliche Einfluss auf die Staatspolitik sank.[361]
Historiografische Debatten und historische Erinnerung
Zeitgenössische Historiographie und Politikwissenschaft analysieren den spanischen Übergang durch vier von Robert M. Fishman und Ignacio Sánchez-Cuenca identifizierte Debatten: Reform versus Bruch, Eliten versus Volksbewegungen, Frieden versus Gewalt und Vergessen versus Erinnern.[368] Verteidiger des reformistischen Kurses argumentieren, dass ein institutioneller Übergang auf Basis franquistischer Rechtsmechanismen Traumata und die Wiederholung des Bürgerkriegs vermied, was den Wünschen einer expandierenden Mittelschicht entsprach.[369] Kritiker argumentieren, dass demokratische Parteien durch die Wahl der Reform statt eines sauberen Bruchs Zugeständnisse an franquistische Eliten machten und die staatliche Justiz, den öffentlichen Dienst und die Sicherheitskräfte intakt ließen.[369][370] Die Historiker Carme Molinero und Pere Ysàs stellen fest, dass es im Parlament von 1977 weder eine republikanische Mehrheit noch den Wunsch gab, eine Konfrontation mit dem Militär zu riskieren, weshalb die parlamentarische Monarchie das Produkt realer politischer Kräfte statt einer ideologischen Kapitulation war.[371]
Eine zweite große historiografische Debatte betrifft die Frage, ob der Übergang strikt ein Elitenpakt oder das Ergebnis von Massenmobilisierung war.[372] Das von Gelehrten wie Santos Juliá formulierte Elitenpakt-Modell betont die Mäßigung, das persönliche Geschick und die Konsensfindung politischer Führer wie Suárez, González, Carrillo und des Königs.[373] Pau Casanellas argumentiert, dass die Idee eines Elitenpakts dem sozialen Protest seine Rolle raubt und dass die Massenmobilisierung, insbesondere die vielen Demonstrationen von 1976, eine Bresche schlug, die jeden Versuch zur Reform des Franquismus blockierte und den Weg für einen Regierungswechsel freisteuerte. Pamela Radcliff ist der Ansicht, dass das Ergebnis weder vorherbestimmt noch das Produkt weniger Elitenmitglieder war, die eigenmächtig handelten, und dass sich viele Spanier an einer breiten Debatte über die Zukunft und die Bedeutung der Demokratie beteiligten.. Núñez Seixas bezeichnet den Übergang als einen von sozialer Mobilisierung bedingten Elitenpakt. Sánchez-Cuenca argumentiert, dass der Wandel zwischen Francos Tod und den Wahlen von oben ohne echte Verhandlungen mit der Opposition kam, aber dass der öffentliche Druck von Straßen und Fabriken die Reformpläne dazu zwang, schneller und weiter zu gehen..
Die traditionelle Darstellung des Übergangs als beispielhafter, friedlicher Prozess wurde durch neuere Forschung in Frage gestellt.[374][375][376] Die Historikerin Sophie Baby charakterisiert die Vorstellung eines friedlichen Übergangs als Mythos und dokumentiert eine Welle politischer Gewalt zwischen November 1975 und Oktober 1982, die 714 Todesfälle bei mindestens 3.500 Gewalttaten forderte, was in der Opferzahl mit Italiens Bleiernen Jahren vergleichbar ist.[377][378][379][380] Mehr als die Hälfte der Todesopfer waren Militärs und Polizisten, die von terroristischen Organisationen, vor allem der ETA (über 400 Tote) und der GRAPO (63 Tote), ermordet wurden.[381][382] Rechtsextreme und parapolizeiliche Gruppen ermordeten 67 Menschen, während Aktionen ungepfügter staatlicher Sicherheitskräfte 178 Todesopfer forderten, meist anonyme Zivilisten.[381][382][383][384] Der Historiker Xavier Casals argumentiert, dass der Terrorismus paradoxerweise den Übergang stabilisierte, indem er gewalttätige Extremisten isolierte, den politischen Zentrismus stärkte und Wähler zu moderaten Regierungsparteien trieb.[385][386]
Das Amnestiegesetz von 1977 wird heute stark kritisiert, vor allem weil es schwere Menschenrechtsverletzungen der Franco-Ära vor Untersuchungen abschirmt..[387][388][389] Während des Übergangs wurde das Vergessen als Bedingung für die nationale Versöhnung vorausgesetzt, und die demokratische Opposition forderte keine Entschädigungsmaßnahmen für vergangene Menschenrechtsverletzungen, da sie der Überwindung der Spaltungen des Bürgerkriegs Vorrang einräumte..[211][388][389][390][391] Über 100.000 Opfer franquistischer Hinrichtungen blieben in unidentifizierten Massengräbern im ganzen Land verscharrt, wodurch Spanien nach Kambodscha den zweiten Platz bei dokumentierten ungeklärten Verschwindenlassen einnimmt.[392][393][394] Anfang der 2000er Jahre wurde die Vereinigung zur Wiedererlangung des historischen Gedächtnisses (ARMH) gegründet, die die Exhumierung der Gräber förderte, in denen Opfer seit dem Krieg lagen..[394][395] Im Jahr 2007 erließ die sozialistische Regierung von Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero das Gesetz über das historische Gedächtnis, das die franquistische Repression formal verurteilte, öffentliche Symbole der Diktatur entfernte und Unterstützung für Grabexhumierungen gewährte.[395][396] Im Jahr 2012 forderte der UN-Ausschuss gegen das gewaltsame Verschwindenlassen Spanien auf, das Amnestiegesetz von 1977 aufzuheben, und verwies darauf, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht verjähren.[387] Am 24. Oktober 2019 wurden die sterblichen Überreste Francisco Francos auf Dekret von Premierminister Pedro Sánchez aus der monumentalen Basilika im Tal der Gefallenen exhumiert und in einem bescheidenen Familienpantheon auf dem Friedhof Mingorrubio beigesetzt.[396]
Wo sich Ausgaben widersprechen (3)
- Englisch: The transition concluded after the landslide victory of the Spanish Socialist Workers' Party (PSOE) in the 1982 general election.
- Spanisch: Historians date the end variously to the June 1977 elections, the December 1978 Constitution, the March 1979 elections, the failed coup of February 1981, the October 1982 election, or the 1 January 1986 accession to the European Economic Community.
- Asturisch: Proposed end points include the 1977 elections, the 1978 Constitution, the 1979 elections, the 1981 coup, the 1982 elections, the 1986 entry into the EEC, or the 1996 election won by the People's Party.
- Baskisch: Critics assert that because the monarchy restored by Franco continues without direct voter consultation on the form of state, the period has not yet concluded.
- Galicisch: Proposed dates range from the 1978 Constitution and the 1981 coup to the 1982 election, the 1996 transfer of power to the PP, or the view that the transition remains incomplete.
- Englisch: King Juan Carlos pardoned 9,000 political prisoners on 22 November 1975.
- Spanisch: On 25 November 1975, the king approved a pardon releasing 5,226 common prisoners and 429 political prisoners.
- Französisch: On 25 November 1975, the king enacted a pardon allowing nearly 9,000 prisoners to have their sentences reduced.
- Hebräisch: King Juan Carlos pardoned 9,000 political prisoners upon taking office.
- Haussa: King Juan Carlos pardoned 9,000 political prisoners on 22 November 1975.
- Spanisch: Between 500 and 700 people died from political violence from 1975 to the early 1980s, or 714 fatalities between November 1975 and October 1982 according to Sophie Baby.
- Französisch: 714 deaths occurred in a cycle of political violence between November 1975 and October 1982, including 178 killed by public security forces.
- Katalanisch: Nearly 200 people died at the hands of state security forces alone between 1975 and 1982.
- Russisch: 714 people were killed in at least 3,500 violent acts between 1976 and 1982.
Quellen (37 Wikipedia-Versionen)
Die nicht-englischsprachigen Ausgaben fügen umfangreiche historische Dokumentationen hinzu, wie etwa die spanische und asturische Berichterstattung über die spätfranquistischen Technokratenkabinette, den internen Fraktionismus der UCD und detaillierte parlamentarische Abstimmungsergebnisse. Ausgaben wie die spanische, französische und russische bieten eine quantifizierte Analyse der politischen Gewalt unter Berufung auf Sophie Babys Dokumentation von 714 Todesfällen, während die baskische und deutsche Ausgabe die Schießereien in der Kirche von Vitoria 1976, die Putschverschwörung in La Coruña 1985 und die Exhumierung von Massengräbern des Bürgerkriegs nach jüngsten Gesetzen zum historischen Gedächtnis detaillieren.
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Literatur und Quellen
- Powell, 2002, pp. 11; 127-128.
- Ortuño Anaya, Pilar (2005) Los socialistes europeos y la transición española (1959-1977). Madrid: Marcial Pons, páx. 22. ISBN 84-95379-88-0. «lo que podríamos llamar la transición a la democracia puramente dicha, que s'empecipió'l 20 de payares de 1975, fecha de la muerte de Francisco Franco»
- (Gaztelaniaz) «Historia de España: La Transición política» www.historiasiglo20.org (kontsulta data: 2019-01-05).
- Powell, 2002, p. 12.
- Ortuño Anaya, Pilar (2005). Los socialistas europeos y la transición española (1959-1977). Madrid: Marcial Pons. p. 22. ISBN 84-95379-88-0. «Lo que podríamos llamar la transición a la democracia propiamente dicha... se inició el 20 de noviembre de 1975, fecha de la muerte de Francisco Franco. [...] Con respecto al final del proceso de la transición española, existen diferencias de opinión entre los especialistas de este periodo».
- Powell, 2002, p. 128.
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- Pinilla García, 2021, pp. 38-39. «El país había hecho en los años sesenta una suerte de transición económica, social y cultural que, sin embargo, no se trasladaba a nivel político e institucional».
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- Juliá, 1999, p. 208.
- Juliá, 1999, pp. 208-209. «Aun si proclamó la ruptura democrática, como la Junta [Democrática], la Plataforma [de Convergencia Democrática] se mostró dispuesta a entrar en negociaciones con el gobierno con objeto de ir conquistando parcelas de libertad. Desde el primer momento, la estrategia de ruptura propugnada en declaraciones y manifiestos quedó matizada por la disposición a negociar con los sectores del poder que se comprometieran en un proceso democratizador, y a ir ocupando un espacio cada vez mayor en la escena política».
- Juliá, 1999, p. 208-209.
- Moradiellos, 2000, p. 188.
- Molinero y Ysàs, 2018, p. 29. «En primer lugar, porque el aparato represivo estuvo plenamente operativo hasta el fin del régimen, lo que contribuyó al mantenimiento en la sociedad de un miedo extenso, alimentado además por la memoria de la extrema violencia del primer franquismo. En segundo lugar, por la notable extensión de la pasividad en sectores diversos de la población, en unos casos con el miedo como factor determinante, pero también por las expectativas de mejora de las condiciones de vida en un contexto de intenso crecimiento económico y de cambios sociales, sin olvidar la apatía política o la simple aceptación del orden establecido, por convicción o por interés. Por último, a pesar de la progresiva extensión de la conflictividad antifranquista, sus expresiones más intensas se encontraron con muchas dificultades para manifestarse fuera de las principales concentraciones industriales y urbanas del país».
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- Tusell, 1997, p. 13. "Tarancón fixo una allabancia de Franco a la so entrega, pero tamién mentó los sos inevitables errores y realizó una meridiana alusión a la necesidá de serenidá y tactu"
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- Tusell, 1997, p. 16-18. "[El rei] yera consciente de que'l primer gobiernu de la monarquía había de ser de transición"
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- Molinero y Ysàs, 2018, p. 70. «Frente al proyecto de Fraga, Antonio Garrigues presentó una propuesta de reforma rápida, consistente en una ley breve, que debería someterse a aprobación antes del verano, facultando al Gobierno para efectuar cambios "constitucionales", que el rey promulgaría después, a partir de la afirmación de la soberanía nacional, la monarquía constitucional, un Parlamento bicameral, el respeto a los derechos humanos, la adecuación de la legislación sindical a los acuerdos internacionales y el reconocimiento de la autonomía de las regiones».
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- Pinilla García, 2023, p. 175. «Los ultras torpedearán la Comisión, impedirán su avance y antes del verano, la reforma de Fraga estará muerta, entre otras razones porque lo acontecido en la calle exige un ritmo de cambio mucho más acelerado —y determinado— que el impreso por el Gobierno».
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- Núñez Seixas, 2017, p. 41. «Con todo, la Ley de Reunión, y más tarde la de Asociación, supuso un avance significativo, en la medida en que permitía a los aún clandestinos partidos, grupos políticos y sindicatos salir a la superficie y actuar de forma pública, mediante mítines y concentraciones, en una borrosa frontera entre la legalidad y la ilegalidad, compensada con la tolerancia discreccional del Ejecutivo hacia unas siglas en detrimento de otras».
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- Pinilla García, 2023, p. 211. «La prensa internacional lo aplaude, igual que los periódicos reformistas y prodemocráticos en España. La oposición interpreta con cautela las palabras del rey, porque los actos no terminan de ajustarse a los discursos, y es que todavía hay miembros de esa oposición en la cárcel o perseguidos por expresar públicamente sus opiniones. Por su parte, el búnker se inquieta ante las palabras del monarca, que parece haber olvidado, según ellos, el legado franquista que representa».
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- Molinero y Ysàs, 2018, p. 101. «Los opositores se veían beneficiados al ser excarcelados pero, como activistas, su situación no cambiaba y podían ser detenidos nuevamente por las mismas actividades políticas democráticas —asociación, reunión, manifestación—, ya que estas continuaban siendo ilegales y, por lo tanto, les podían llevar nuevamente a la cárcel».
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- Molinero y Ysàs, 2018, p. 128. «El Gobierno intentó evitar la masiva manifestación del entierro, pero finalmente se vio obligado a ceder pues la actitud del PCE fue firme y los dirigentes opositores le hicieron ver que los comunistas no estaban dispuestos a permitir quelos funerales y entierro fueran clandestinos, que estaban decididos a celebrarlos sin autorización; además se había desatado una fuerte ola de solidaridad, particularmente entre la abogacía. La movilización comunista ante los asesinatos de Atocha fue impresionante, en especial durante el entierro de los abogados, con decenas de miles de personas ocupando la calle y un servicio de orden organizado por el propio partido formado por más de 2000 militantes; al mismo tiempo, la exhibición de fuerza se vio acrecentada por el esfuerzo de contención y disciplina de que hicieron gala».
- Juliá, 1999, p. 224.
- Juliá, 1999, p. 224. "La opinión pública sufrió un entorno espectacular: si n'ochobre de 1976, namái se declaraben a favor de la llegalización del PCE un 25 por 100 de los españoles, mientres otru 35 manifestar en contra, n'abril de 1977 la proporción habíase más qu'invertíu: 55 a favor contra namái un 12 por 100 en contra"
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- Pinilla García, 2021, p. 98. «Cuando es presidente del Gobierno, Adolfo Suárez acabará acudiendo a Armero para continuar los contactos con Carrillo que ya estableciera el rey en vida de Franco. Desde agosto de 1976, el presidente de Europa Press [Armero] y el secretario del PCE se reúnen en la casa de verano que Teodulfo Lagunero posee en Cannes, así como en distintos hoteles de París, para pulsar la actitud de los comunistas ante la inminente reforma política y, sobre todo, para gestionar la concesión del pasaporte a Carrillo por parte del gobierno. Suárez contemporiza, no quiere concederle el pasaporte al líder comunista porque eso sería tanto como legitimar, de facto, al PCE. La legalización puede poner en peligro la reforma...»
- Pinilla García, 2021, p. 100-101.
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- Ruiz, 2002, p. 57-58. «Y veinte años después de su dimisión, en declaraciones a algunos medios de comunicación, Adolfo Suárez volvió a reiterar que fueron la crisis de su propio partido, el acoso del PSOE y la defensa de la monarquía de Juan Carlos I los que le habían llevado a presentar la dimisión, descartando la influencia de los aún entonces poderes fácticos, como el ejército, la banca y los empresarios de la CEOE».
- Pinilla García, 2021, pp. 170-171. «Suárez dimite porque el último (y ya único) asidero al que se aferraba se tambalea, ya no confía en él y, de hecho, le ha abandonado. Ese asidero es el rey. Pero hay un motivo probablemente más urgente, de bajo vuelo político, de pura inmediatez, que no pude soslayarse; y ese motivo es la nueva moción de censura que se prepara contra él, en la que la oposición y hasta miembros de su partido están pactando su caída. Y luego está Armada, su "gobierno de concentración"... Suárez pensaba que su dimisión desactivaría el "golpe de gobierno" en marcha, pero se equivocó: lo aceleraría, convirtiéndolo en un peligroso "golpe de Estado"».
- Ruiz, 2002, p. 57-58. "Y venti años dempués de la so dimisión, en declaraciones a dellos medios de comunicación, Adolfo Suárez volvió repitir que fueron la crisis del so propiu partíu, l'acoso del PSOE y la defensa de la monarquía de Xuan Carlos I los que lu llevaren a presentar la dimisión, refugando la influencia de los entá entós poderes fácticos, como l'exércitu, la banca y los empresarios de la CEOE"
- Tusell, 1997, p. 82. «El nombre de Leopoldo Calvo Sotelo para la Presidencia del Gobierno fue sugerido por el mismo Suárez. Colaborador estrecho de éste, el nuevo presidente nunca se adscribió a una tendencia en el seno de UCD. […] Inteligente, culto y hábil e incluso mordaz parlamentario, Calvo Sotelo parecía más derechista que Suárez, pero también más sólido que él».
- Núñez Seixas, 2017, p. 164. «Calvo Sotelo, no adscrito a ninguna de las familias ideológicas del partido,... gozaba de la confianza de los círculos financieros y empresariales y no despertaba aversión ni en la oposición ni en los distintos sectores de UCD. Su nombre era una decisión que ya había sido pactada por el sanedrín de dirigentes de UCD en vísperas de la dimisión de Suárez, sin consultar a los órganos del partido».
- Juliá, 1999, p. 252-253.
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- Juliá, 1999, p. 253-254.
- Ruiz, 2002, p. 61-62.
- Ruiz, 2002, p. 61-63.
- Núñez Seixas, 2017, p. 168. «[El golpe bando] apelaba al rey para que autorizase un cambio de rumbo político mediante el relevo de Suárez en la presidencia del Gobierno, la reforma de algunos apartados de la Carta Magna, la "reconducción" del proceso autonómico y la aplicación de mano dura contra el terrorismo de ETA. La segunda solución [el golpe duro] preconizaba la asunción del poder por el Ejército, en teoría con el consentimiento del rey, aplicando las recetas conocidas del golpe de los coroneles en Grecia o las dictaduras militares sudamericanas, que algunos oficiales habían conocido de primera mano en el curso de intercambios y visitas».
- Molinero y Ysàs, 2018, p. 209. «En realidad, el 23 de febrero confluyeron en el Congreso de los Diputados dos tipos de conspiraciones, la estrictamente militar —encabezada por el coronel Tejero— y otra con ramificaciones civiles, patrocinada por el general Armada».
- Ruiz, 2002, p. 63.
- Tusell, 1997, p. 79.
- Tusell, 1997, p. 80.
- Molinero y Ysàs, 2018, p. 209. «La experiencia histórica y familiar debió influir de forma sustancial en las decisiones del monarca y de su entorno en un momento tan crítico».
- Ruiz, 2002, p. 63-64.
- Ruiz, 2002, p. 58; 64.
- Núñez Seixas, 2017, p. 172.
- Núñez Seixas, 2017, pp. 172-173.
- Pinilla García, 2021, pp. 191-192. «Suárez ha hecho amago de volver, pero la suspensión de la investidura implica un obstáculo técnico, y jurídico, difícil de esquivar. Aunque lo que en realidad disuade a Suárez es que ya es una figura política "quemada", pues ni siquiera sus compañeros de partido lo quieren al frente del gobierno. Mucho menos la oposición, que sigue abogando ——el PSOE, por ejemplo— por un gobierno de concentración "más necesario que nunca", dicen, habida cuenta de los últimos acontecimientos».
- Núñez Seixas, 2017, pp. 172-173. «Cqlvo Sotelo temía que un gabinete de concentración [UCD-PSOE] agudizaría aún más las disputas internas entre los ministros centristas».
- Juliá, 1999, p. 254-255.
- Ruiz, 2002, p. 65. «La condena de los principales golpistas brindaría por primera vez a los demócratas españoles, desde los tiempos del general Sanjurjo en 1932, la posibilidad de presenciar la subordinación del poder militar al civil, cumpliéndose de ese modo con el precepto constitucional».
- Ruiz, 2002, p. 65. "La condena de los principales golpistes brindaría per primer vegada a los demócrates españoles, dende los tiempos del xeneral Sanjurjo en 1932, la posibilidá de presencies la subordinación del poder militar al civil, cumpliéndose d'esa manera col preceptu constitucional"
- Juliá, 1999, p. 255.
- Núñez Seixas, 2017, p. 174.
- Tusell, 1997, p. 84.
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- Ruiz, 2002, p. 66.
- Pinilla García, 2021, pp. 193-194.
- Tusell, 1997, p. 112. «En realidad, no hubo más que algunos signos superficiales de esta actitud [neutralista] como, por ejemplo, recibir a Yasir Arafat o enviar representación a la conferencia de países convocada por Fidel Castro en La Habana».
- Tusell, 1997, p. 112. "En realidá, nun hubo más que dellos signos superficiales d'esta actitú [neutralista] como, por casu, recibir a Yasir Arafat o unviar representación a la conferencia de países convocada por Fidel Castro en L'Habana"
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- Juliá, 1999, p. 261. «Se ha atribuido a las elecciones de octubre de 1982 un efecto religitimador de la Democracia y se ha visto en ellas el fin del proceso de la transición política. En verdad, las elecciones cortaron en seco la tendencia hacia una creciente abstención y despejaron todas las dudas respecto al nivel de legitimidad que la Democracia pudiera disfrutar entre los españoles».
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- Il convient de remarquer ici que le qualificatif de « modéré » s’applique à la posture et aux revendications exprimées durant le processus de négociation, et non à l’idéologie du parti. Ainsi, dans le cas de la transition espagnole, c’est le Parti communiste, théoriquement révolutionnaire, qui a joué un rôle prépondérant dans le processus de négociation pour l’établissement d’une monarchie. Les communistes ayant été les éternels ennemis désignés du franquisme (les membres du PCE ont subi une forte répression durant toute la période), ceci a contribué à apporter une grande légitimité au produit de ces négociations. Le PSOE pour sa part, idéologiquement plus modéré, s’est toujours montré partisan de la république.
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